Wir sind Bauarbeiter

Das Thema Baustelle und Bauarbeiter ist zur Zeit sehr aktuell auf der Gruppe Rot. Gerne schauen die Kinder sich Bilderbücher an oder schauen gespannt aus dem Fenster wo sie täglich «live» die diversen Baustellen beobachten können. Sie sehen wie die Bauarbeiter arbeiten und ihren Tätigkeiten nachgehen. Dies zeigt sich dann auch im Rollenspiel unserer Kinder wieder. Kurzerhand veranstalten wir im Innenhof eine kleine Baustelle mit diversen Utensilien zum Bauen, wie zum Beispiel den Absperrbrettern, die ich mal vor Jahren für die Kita angefertigt habe. Lange Zeit habe ich sie vergessen, jetzt aber wieder aus dem Keller geholt. Schon im Juli habe ich für Julian auf Grund einer Beobachtungsauswertung dieses Angebot im Innenhof bereitgestellt. Da das Thema nach wie vor aktuell ist, habe ich das Angebot auch für die neuen Kinder (z.B. Max und Yori) noch einmal vorbereitet. Die Fahrzeuge werden kurzerhand zu Lastwagen und wichtigen Transportmitteln und die Absperrbretter dienen dazu, die Baustelle abzusperren, damit niemand mehr durchfahren kann. Der Innenhof bietet den Kindern die Möglichkeit, sich noch freier zu bewegen und die Fahrzeuge mit der Baustelle zu kombinieren, was drinnen eher schwieriger ist.

Verfasserin: Martina

Wäschekiste-Rennen

Mit unseren Wäschekisten bauen wir ein Fahrzeug, welches wir durch einen Parcours ziehen können. Mit Pylonen und Seilen sperren wir unsere Rennstrecke ab. An den Hindernissen vorbei und um Kurven herum, fahren und ziehen die Kinder sich gegenseitig durch den Gang.
Am Angebot teilgenommen haben Marta, Nevio, Oscar und Ella Soleil von der Gruppe Lila. Jamie, Jules und Noa waren von der Gruppe Orange mit dabei und Emil von der Gruppe Rot

Verfasserin: Rebecca

Wir heben ab

Im Gang bauten wir gemeinsam ein grosses Flugzeug. Aus einem grossen Karton, welcher als Cockpit diente, mehreren Stühlen und aus zwei Bänken, welche die Flügel des Flugzeuges darstellen. Gemeinsam mit Oskar sammelte ich die restlichen Utensilien für unser Flugzeug-Angebot zusammen. Anzüge für die Piloten, einen Helm, Taschen und Seile beschloss Oskar, brauchen wir. Dieses Angebot ist aus einer Beobachtung von Oskar entstanden. Oskar beschäftigt sich zurzeit regelmässig mit verschiedenen Verkehrsmittel und besonders auch mit Flugzeugen. Gemeinsam stellten wir unser Angebot den anderen Kinder vor. Begeistert beteiligten sich alle Kinder der Gruppe Orange am Angebot. Die Seile wurden dazu benutzt, um sich anzuschnallen. Elior war sehr bemüht, alle Kinder mit den Seilen anzubinden und besonders grosse Knoten zu knüpfen. Armon war sich sicher, dass er der Pilot sei, weil er einen Helm auf hatte. Auch Elior und Oskar wollten mit ins Cockpit um Piloten sein zu können. Oskar schnappte sich das Mikrofon und begann mit den Durchsagen an die Passagiere. Una, Amelie und Caia setzten sich geduldig auf ihre Stühle und hatten ihre Reisetaschen dabei. Als sich Caia wünschte nach Thailand zu fliegen, war dann auch klar wohin die Reise gehen soll. Mit Oskars Durchsage und lauten Flugzeuggeräuschen hob das Flugzeug mit seinen Passagieren ab. Nur Samuel entschied sich, die Reise lieber mit dem Piratenschiff anzugehen.

Verfasserin: Linda

Neue Regelungen zum Kita-Besuch bei Erkältungssymptomen

Liebe Eltern

Das BAG hat den folgenden neuen Leitfaden herausgegeben, um für die im Herbst/Winter verstärkt auftretenden Erkältungskrankheiten Klarheit zu schaffen, ob ein Kind die Kita besuchen darf oder nicht.

Neues aus der Backstube

Im Ernährungsbereich backen wir heute Brötchen. Den Teig stellen wir immer selber her. Die Kinder dürfen mir bei der Teigherstellung am Morgen helfen, damit der Teig genügend Zeit hat aufzugehen. Im Morgenkreis stelle ich dann das Angebot den anderen Kindern vor, damit alle wissen, was man bei mir heute backen kann. Nach dem Kreis dürfen die Kinder die Hände waschen und bei mir im Ernährungsbereich ihren Teig kneten und bearbeiten. Die Kinder dürfen den Teig mit Rosinen und Sonnenblumenkernen dekorieren. Die fertigen Brötchen bestreichen wir mit Milch, weil es heute keine Eier zum bestreichen hat. Die Kinder dürfen am Abend ihre Brötchen mit nach Hause nehmen. Die fertigen Brötchen werden in Säckchen verpackt und mit dem jeweiligen Namen des Kindes angeschrieben und auf die Gruppen verteilt.

Zutaten:

500g Zopfmehl oder Weissmehl
0.75 EL Salz
1 TL Zucker
0.5 Würfel Hefe (ca. 20 g)
60 g Butter
3 dl Milch

Und so wird’s gemacht:

Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Hefe zerbröckeln, daruntermischen. Butter in Würfel schneiden, mit der Milch beigeben, mischen, zu einem weichen glatten Teig kneten. Teig zugedeckt bei Raumtemperatur ca. 1½ h aufs Doppelte aufgehen lassen. Ofen auf 200 Grad vorheizen. Eigelb und Milch verrühren, Zopf damit bestreichen und nochmals ca. 30 min. aufgehen lassen. Zopf nochmals mit Ei bestreichen. Backen: ca. 35 min. in der unteren Hälfte des Ofens.

Verfasserin: Martina

Die Experimentier-Werkstatt

Wir experimentieren heute im Ernährungs- und Naturwissenschaftsbereich mit gefärbtem Wasser und diversen Materialien wie Watte, Milettetücher, Pipetten, Spritzen und Behältern. Die Kinder finden das Angebot sehr spannend und sie dürfen experimentieren und ausprobieren.

Verfasserin: Martina

Hygienemasken spielerisch erkunden

Seit kurzer Zeit tragen wir Betreuungspersonen Masken im Kita Alltag. Sybil betrachtete mich und zeigte auf mein Gesicht. Ich sprach mit Ihr über die Maske und fragte sie, ob sie auch eine haben möchte. Sie nickte und ich gab ihr eine. Wir stellen diese den Kindern zur Verfügung, damit sie sich im Spiel damit auseinandersetzen können. Als erstes wollte Sybil die Maske anziehen. Vor dem Spiegel hielt sie sich die Maske ins Gesicht und betrachtete sich. Danach begutachtete sie die Maske noch genauer, bis sie die Maske zerknüllte. Mit der zerknüllten Maske in der Hand setzte sie nun ihr Spiel fort.
Verfasserin: Alexandra

Ein weiterer Besuch im Museum

In Kollaboration mit dem Migros Museum für Gegenwartskunst beteiligt sich die Kita Regenbogen am Modellprojekt Bonbon. Die nationale Initiative Lapurla schafft kreative Freiräume für Kinder von 0 – 4 Jahren und hat das Modellprojekt Bonbon in’s Leben gerufen. Eine Kleingruppe (4 Kinder) der Gruppe Türkis beteiligt sich ab dem 24.8.20 für drei Besuche jeweils am Montag an diesem Projekt. Das Museum für Gegenwartskunst öffnet dazu exklusiv nur für diese Kleingruppe ihre Türen. Ein wichtiger Bestandteil dieses Konzepts ist die Kontinuität. Das Projekt wird jeweils von den gleichen Bezugspersonen und in der gleichen Kleingruppe durchgeführt. Mit der Kunstvermittlerin Cynthia Gavranic werden wir die Ausstellung erforschen.

Die aktuelle Ausstellung «Planetary Memories» ist die erste in einer Reihe von zwei Ausstellungen, die sich mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur befassen. Die künstlerischen Positionen beider Ausstellungen untersuchen die Beziehung von Mensch und Natur und entwerfen potentielle Zukunftsszenarien des Lebens auf der Erde.

Yara ist nun schon zum zweiten Mal beim Projekt dabei. Sofort steuert sie auf die Bildschirme zu. In diesem Part des Museums geht es um afrikanischen Stammestanz. Imposant bewegt sich ein Tänzer als Antilope verkleidet auf dem Bildschirm. Bei genauerer Betrachtung tanzt der Mann auf Ölleitungen. Mit seinen kraftvollen und teils akrobatischen Bewegungen scheint er sich gegen diese Bedrohung im Tanz behaupten zu wollen. Genau diese Szene beeindruckt Dimitri und Yara. In Zeitlupe erhebt sich der Tänzer kraftvoll aus der Hocke. Dimitri zeigt auf ihn und auch Yaras Interesse ist geweckt. Wir imitieren das kraftvolle Aufstehen des Tänzers. Plötzlich verschwindet der Tänzer. Es entsteht eine Spannung. Wir betrachten gebannt die Bilder und aus dem Nichts taucht der Mann wieder auf. Er bewegt sich rhythmisch. Yara assoziiert dies sofort mit Tanzen. Sie dreht sich im Kreis und tanzt auf ihre Art.

Nach einer Stunde endet der Museums-Besuch. Während die anderen Kinder sich anziehen, entfernt sich Yara von der Gruppe. Erneut geht sie in den Raum von eben. Sie schaut auf den Bildschirm, wo sich noch immer der afrikanische Tänzer bewegt. Seit wir zuvor an dieser Station des Museums waren, hat Yara schon viel erlebt. Sie dreht sich erneut tänzerisch im Kreis, legt sich dann auf den Boden und scheint sich in einem Moment der Ruhe der Atmosphäre des Museums hinzugeben. Still und in sich gekehrt liegt sie ausgestreckt auf dem Rücken. Dann beginnt sie sich am Boden hin und her zu wälzen. Müde aber voller Wohlempfinden findet sie so in den Abschluss des heutigen Museumsbesuchs.

Verfasserin: Marie-Christine

Experimentieren mit ästhetischem Material

Loïc geht auf eine Entdeckungsreise mit der für ihn neuartigen Masse. Als ergänzende Komponente benutzt er den Bagger, mit dem er sich zurzeit bevorzugt beschäftigt. Er kombiniert so bereits sein Spiel. Bagger sind ja schliesslich dazu da Material aufzubaggern und zu transportieren. Arvid findet es sehr spannend, wie sich der Mix aus Wasser und Maizena anfühlt und sich verflüssigt oder verfestigt. Philippa ist mit grossem Interesse daran beteiligt die Beschaffenheit dieser wandelbaren Masse zu erforschen. Sie lässt diese ganz langsam vom Löffel fliessen und schaut aufmerksam dabei zu. Das Ziel eines Experiments besteht darin, eine Frage an die Natur zu
beantworten. Kinder können durch diese Heranführung an die Naturwissenschaften schon früh grundlegende Inhalte über die Natur und ihre unmittelbare Umgebung lernen.

Verfasserin: Nadin

Einordnung der Masken-„Pflicht“ in Kitas

Die Einführung einer generellen Maskenpflicht mit definierten Ausnahmen hat in der vergangenen Woche viel zu reden gegeben. Die Medien haben die „Dringende Empfehlung“ sofort aufgenommen. Einige Eltern haben sich bei uns gemeldet, um ihr Unwohlsein mit der neuen Masken-Situation auszudrücken.

 

Wir möchten an dieser Stelle deshalb nochmals betonen, dass das generelle Tragen von Masken auch aus unserer Sicht nicht erstrebenswert ist. Es beinhaltet grosse Einschränkungen für die Mitarbeiter*innen und Kinder. Wir hoffen, dass dies nur eine temporär notwendige Massnahme ist, auf die wir bald wieder verzichten können.

 

Es sind drei wesentliche Gründe, warum wir dieser dringenden Empfehlung folgen.

Erstens nehmen wir die steigenden Fallzahlen in Zürich sehr ernst und möchten unseren Beitrag leisten, dass durch unerkannte Infektionen in der Kita nicht auf Umwegen Risikopatienten in Ihren und unserem Umfeld gefährdet werden

Zweitens riskieren wir ohne das Tragen von Masken, dass der gesamte Kita-Betrieb unter Quarantäne gestellt werden kann, wenn eine einzige Mitarbeiterin oder ein einziger Mitarbeiter an Corona erkrankt ist. Das würde für 120 Kinder und deren Eltern bedeuten, dass sie die Kita für 10 Tage nicht besuchen könnten. Alle müssten sich für diese Zeit umorganisieren.

Drittens könnten beteits zwei solche Quarantänen den mittelfristigen Kita-Betrieb finanziell gefährden.

 

In der Summe hoffen wir auf Ihr Verständnis für die Einhaltung der dringenden Empfehlung. Wir werden die Situation bei den Kindern aufmerksam beobachten und werden sicherstellen, dass die Kinder auch weiterhin genügend Mimik von den Betreuer*innen aufnehmen können.

 

Die neuste Einschätzung von Prof. Dr. Moritz Daum (Psychologisches Institut, Entwicklungspsychologie:
Saeuglings- und Kindesalter Universität Zürich), macht uns zumindest Hoffnung, dass trotz Masken genügend non-verbale Kommunikation übermitteln können (https://www.mmi.ch/covid-19.html):

Die Situation um das Virus SARS-CoV-2 und die damit einhergehende Krankheit Covid-19 ist sehr komplex. Allerdings gibt es mittlerweile eine Reihe von sehr überzeugenden Befunden zur Wirksamkeit des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes (z. B. Leung et al., 2020). Diese in Frage zu stellen, widerspricht dem aktuellen Stand der Forschung.

Natürlich ist es für die menschliche Kommunikation wichtig, so viele Informationen wie nur möglich zu erhalten, akustisch, visuell, taktil, kinästhetisch und die Verringerung des Informationsgehalts des Gesichtsausdrucks macht die Interaktion durchaus etwas schwieriger. Allerdings gibt es Studien, die zeigen, dass der Mensch bereits mit sehr wenig Information sehr schnell und zuverlässig auf Gefühle und Emotionen anderer schliessen kann. Kinder sind sehr früh, möglicherweise schon ab Geburt sensibel für die Kohärenz von sogenannten Point-Light-Figuren, bei denen die menschliche Bewegung nur durch Lichtpunkte auf den Gelenken sichtbar gemacht wird. Weiter ist der Mensch in der Lage, Emotionen sehr gut auf der Basis der Augen zu erkennen, siehe dazu die Literatur zum «Reading the Mind in the Eyes Test» (Baron-Cohen et al., 2001). Darüber hinaus fallen weitere Informationen wie die Modulation der Stimme und der Körperbewegungen nicht weg. Entsprechend ist der Informationsgehalt für Kinder in Interaktionen immer noch sehr hoch.

Natürlich wäre es wünschenswert, wenn in der Arbeit mit Kindern auf Masken verzichtet werden könnte. Gegeben die aktuelle Ausnahmesituation und die nach wie vor steigenden Fallzahlen ist diese Empfehlung aber absolut nachvollziehbar und findet meine volle Unterstützung.

 

 

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