Online Diary

Was tun wenn…

Wenn es um Kinder geht, ist Sicherheit ein wesentlicher Teil der Betreuungsaufgabe. Kinder stellen sich gerne herausfordernden Aufgaben und sind neugierig. Zudem können sie aufgrund ihres Entwicklungsstandes, Situationen und auch Gefahren nicht einschätzen, wie es ein Erwachsener tun würde.
Aus diesem Wissen heraus ist es wichtig, die Welt aus der Sicht der Kinder zu betrachten und sich für den Ernstfall zu rüsten.
In der Kita Regenbogen machen wir aus diesem Grund regelmässig einen internen Nothelferkurs. Dabei steht besonders das praktische Üben im Fokus. In Rollenspielen, welche im Verlauf des Tages immer komplexer werden, üben wir konkrete Unfälle mit Schwerpunkt Sturz, Vergiftung, Verschlucken oder Ertrinken bei Kleinkindern. Dazu gehört das korrekte Handeln am verunfallten Kind, aber auch das Sicherstellen der Unfallsituation und die Betreuung der anderen Kinder.

Eine sehr wichtige Information möchte ich an dieser Stelle gerne mit dem Leser teilen:
144 ist die Notfallnummer. Mit Notfall wird oft eine akute und lebensbedrohliche Situation assoziiert. Manchmal sind Notfallsituationen aber auch nicht so eindeutig z.B. beim sekundären Ertrinken oder einem Sturz. 144 gibt auch gerne bei Unsicherheit Auskunft. Lieber ein Telefonat zu viel, als eines zu wenig.

Verfasserin: Marie-Christine

Wir bewegen uns zu verschiedenen Musikstilen

Heute haben wir uns im Bildungsbereich “Musik” zu verschiedenen Musikstilen bewegt. Wir haben auf den Rhythmus der Musik gehört und dann mit den Chiffontüchern dazu getanzt. Je nach Musikstil haben wir unsere Bewegungen angepasst. Mal war es schnell und laut, mal langsam und leise.
 Unsere musikalische Reise haben wir mit klassischer Musik angefangen und sind dann weiter über Pop, Hip-Hop, Rock, Country, Guggenmusik bis hin zu traditionellen schweizer Kinderliedern. 
Mit dabei waren Elen, Seraina, Florentine, Rohan, Phina, Teo, Mailin und Amelia.

Verfasserin: Rebecca

Raumgestaltung

Bei den Kindern ist das Thema Doktor spielen sehr aktuell. Darum habe ich mich entschieden, den Bildungsraum “soziale Bezüge” dem neuen Thema „Spital“ zu widmen. Im Spital hat es verschiedene Arztkittel und Hosen, um in die Rolle des Doktors oder der Ärztin zu schlüpfen. Der Arztkoffer enthält das 1. Hilfe-Set mit Verbänden, Mundschutz, Fiebermesser, Stethoskop, Spritzen etc. Die Bilder vom menschlichen Skelett und unseren Muskeln, sollen den Kindern die Möglichkeit geben, noch mehr ins Thema Anatomie einzutauchen.

Verfasserin: Claudia

Punkt, Punkt, Komma, Strich

Wir sind heute wieder kreativ und experimentieren mit Farben. Farben können nicht nur mit dem Pinsel gemischt werden. Mischversuche sind auf ganz unterschiedliche Arten möglich, wie in diesem Beispiel mit den Punkte-Stiften oder den Händen. Beim Mischen entsteht ein Fest der Farben und die Kinder können nach Herzenslust herum experimentieren. Viele kleine Künstler waren heute wieder am Werk und viele farbige Punkte sind am Ende zu sehen.

Verfasserin: Nadin

Ohne Worte

“Manchmal sagt ein Bild mehr, als dass man es mit Worten beschreiben kann.”

Verfasserin: Marie-Christine

Gruppen- und altersübergreifende Arbeit

Heute haben wir die Bereiche der Kleinkindergartengruppen (2.5 – 5 Jahre) und  Kleinkindergruppen (0 – 3 Jahre) geöffnet und somit eine altersübergreifende Spielzeit ermöglicht. Dies bedeutet, dass alle Bildungsbereiche der Jüngeren, wie auch die der Älteren offen sind. Bei diesen Zeitfenstern haben die jüngeren Kinder die Gelegenheit, bei den älteren Kindern einen Besuch abzustatten. Auch die älteren Kinder haben die Möglichkeit, bei den Jüngeren ein “Bsüechli” zu machen. Manche besuchen dann gerne die Gruppe, auf der sie waren, als sie noch jünger waren. Genauso gerne besuchen die Kinder auch diese Gruppe, auf der ihr Geschwister ist. Hier auf den Bildern sieht man Julie, die gerade auf einer Kleinkindgruppe einen Turm im Bildungsbereich “Bauen und konstruieren” baut.

Verfasserin: Isabelle

Eiskugel Experiment

Um dieses Experiment durchzuführen, habe ich schon eine Woche zuvor mit den Vorbereitungen dazu begonnen. Gemeinsam mit den Kindern habe ich Wasser in Wasserballone gefüllt und diese dann eingefroren. Eine Woche später, konnten wir dann das Experiment mit den Eiskugeln durchführen. Ich stellte mein Angebot im Kreis vor. Die Kinder, welche mit mir die Wasserballone mit Wasser gefüllt haben, erinnerten sich so gleich wieder daran und waren neugierig und gespannt, was daraus geworden ist und wie sie sich jetzt nach dem Einfrieren anfühlten. Es herrschte grosser Andrang, sich an dem Experiment zu beteiligen. So dass ich das Experiment an einem weiteren Tag nochmals durchführte.

Während dem Experimentieren, herrschte eine gespannte und geschäftige Stimmung. Die Kinder unterstützten sich gegenseitig bei der Vorbereitung des Experiments. Sie entfernten die Ballonhüllen um das Eis herum und führten die Kinder, welche später dazu kamen, in das Experiment ein.

„Was geschieht mit dem Eis, wenn wir Salz darüber streuen?“

Damit die chemische Reaktion sichtbar wird, was mit dem Eis geschieht wenn wir Salz darüber streuen, träufelten die Kinder mit Pipetten Lebensmittelfarbe darüber. Gespannt und konzentriert beobachteten die Kinder das Ergebnis. Sie bemerkten, dass das Eis aufraut wo sie es mit Salz bestreuten. Ebenso wird das Eis immer kleiner und kleiner (es schmilzt) und dass dort, wo sie kein Salz streuten, die Oberfläche ganz glatt bleibt.

Darüber hinaus, tauschten die Kinder ihr ganz eigenes Wissen über das Eis aus. “Man kann darauf Schlittschuhlaufen, weil es so glatt und rutschig ist. Das Eis besteht aus Regenwasser (Wasserkreislauf) und dass auch Schnee gefrorenes Wasser ist. Das Schlittschuhlaufen sei auf Schnee aber nicht möglich, dafür Skifahren.” In den Eiskugeln wurden sogar Figuren und Höhlenlandschaften entdeckt.

Verfasserin: Nadina

Konflikte unter Kindern

Ella hat sich mit einem Tuch zugedeckt und sitzt am Boden. Constantin beobachtet sie zuerst und versucht dann Ella das Tuch wegzunehmen. Ella ruft laut “Nein” und dreht sich mit dem Tuch weg. Constantin bleibt stehen und beobachtet Ella weiter. Sie zieht sich die Decke wieder über den Kopf und ruft “Hallo”, Constantin antwortet ihr. Nach kurzer Zeit lässt Ella das Tuch auf den Boden fallen und läuft weg. Constantin schenkt dem Tuch keine Beachtung mehr und läuft ebenfalls davon.

Bei Säuglingen steht nicht der Besitzanspruch über einen Gegenstand im Vordergrund, sondern viel mehr die Handlung welche man mit diesem Gegenstand machen kann. Für die Kinder ist es frustrierend, wenn sie in ihrer Tätigkeit unterbrochen werden. Deshalb ist es in diesem Alter wichtig, mehrere gleiche Gegenstände zu haben, um so allen Kindern die mit dem Gegenstand verbundene Aktivität zu ermöglichen.

Wichtig ist hier, die Babys auch zu ermutigen einen Gegenstand festzuhalten, wenn es in seiner Handlung gestört wird und das andere Kind zu begleiten, einen begehrten Gegenstand anderswo zu bekommen.

Ab ca. 18 Monaten geht es den Kindern darum, etwas besitzen zu wollen und auch zu verteidigen. Dies ist die Zeit der Ich-Entwicklung. Das Kind entwickelt ein Selbstkonzept und lernt sich als eigenständige Person besser kennen. In diesem Alter geht es den Kindern auch darum, seinen Einflussbereich auszuloten. Wie weit kann ich beim anderen Kind gehen? Wer ist der Stärkere?

Dass Kinder lernen Konflikte selbst zu lösen, ist eine wichtige Fähigkeit, die jedes Kind mit dem älter Werden braucht. Wir begleiten die Konfliktsituationen mit der Anwesenheit einer Erzieherin und beschreiben im Verlaufe des Konfliktes die Gefühle der Kinder. So helfen wir ihnen zu verstehen, wie sie eigene Gefühle benennen können und wie sich das andere Kind fühlt. Wenn es zu körperlichen Auseinandersetzungen kommt, greifen wir ein und gehen dazwischen. Mit zunehmendem Alter verfügen Kinder immer mehr über einen differenzierten Ausdruck der eignen Sprache und sind somit im Stande, Konflikte auf verbaler Ebene zu lösen.

Verfasserin: Stefanie

Besuch am Bahnhof

Das Thema Fahrzeuge beschäftigt die Kinder der Gruppe Türkis seit längerer Zeit. Am Morgen beobachten wir einen Bagger, welcher vor der Kita arbeitet. Dann fährt ein Zug vorbei und die Kinder schauen ihm lange nach. Wir fragen uns, wo dieser Zug wohl hinfährt. Also beschliessen wir, dem nachzugehen. Wir gehen zum Bahnhof. Dort beobachten wir verschiedene Züge, welche anhalten und weiterfahren. Welche Züge gehen über die Brücke? Auch der Billettautomat wird rege genutzt. Die Kinder fragen sich, warum keine Billette rauskommen. Sie können beobachten, dass man für dies Geld braucht. Die Umgebung des Bahnhofes schauen wir gemeinsam an. Ein grosses Interesse sind die Bildschirme, welche immer wieder andere Bilder zeigen. Beim Mittagessen reden wir über das Erlebte.

Verfasserin: Alina

Pflegesituationen

Pflegesituationen sind ein sehr zentrales Thema in unserem Beruf, denn ihnen begegnen wir immer wieder. Händewaschen, Wickeln, Zähneputzen, Nase putzen gehören alle dazu.

Bei Pflegesituationen lege ich besonderen Wert auf einen respektvollen und ruhigen, geduldigen Umgang. Ein respektvoller Umgang kann sich z.B. dadurch äussern, dass man immer wieder mit dem Kind in Blickkontakt ist, mit ihm redet und so in einen Dialog kommt. Ich kündige dem Kind an, welche Handlungen ich als nächstes vollziehen werde, damit sich das Kind darauf einstellen kann. Meistens weiss das Kind allerdings schon was kommt, es hat die Abläufe schon einige Male erlebt. Die Ankündigungen meiner Handlungen geben dem Kind viel Sicherheit und Vertrauen, das Kind weiss, es kommt etwas, das ich schon kenne.

Der ruhige und geduldige Umgang gibt sowohl dem Kind, als auch der Betreuungsperson Zeit und Freiraum, um auf Handlungen zu reagieren, aber auch um Äusserungen wahrzunehmen und auf diese angemessen zu reagieren. Mit einer ruhigen, abwartenden Haltung kann ein Kind z.B. sagen, dass ihm das Wasser zu kalt ist, oder sich lieber am Lavabo nebenan waschen würde.

Verfasser: Daniel