“Unter Feinmotorik versteht man die gezielte und koordinierte Bewegung kleiner Muskeln im Handgelenk, in der Hand, in den Fingern und sogar in den Zehen. Im Gegensatz dazu bezieht sich die Grobmotorik auf Gesamtbewegungen des Körpers, also die Fähigkeit, große Muskelbewegungen der Arme, Beine und Füße zu koordinieren.”
Es ist beeindruckend, welche feinmotorischen Fähigkeiten und vor allem auch, welche Kraft Nora beim Seile-Knüpfen in den letzten Monaten entwickelt hat. Ich bin überzeugt, dass sogar gewisse Erwachsene damit Probleme hätten, die eigene Kraft so gezielt einzusetzen, um einen sich streubenden Seilanfang durch eine viel zu enge Lücke zu bekommen. Bei meiner Beobachtung konnte ich zudem sehen, wie Nora ihren ganzen Körper einsetzte, um Seile festzuzurren. Mittlerweile kann sie ihren Freundinnen Tipps geben, wo diese mit dem Seilanfang durch müssen, dass der Knoten am Ende auch wirklich hält. Nora zeigt dabei eine gute Vorstellungskraft und die Fähigkeit zur Kooperation gepaart mit Kommunikationskompetenz. Sie hat ihre Technik nun verfeinert, da sie bereits seit Ende Juni 23 überall geübt hatte und dies sogar ins Prinzessinnen-Rollenspiel miteinbezogen hatte. Gerade ihr hellblaues Lieblingstuch bot ihr da noch ganz andere Möglichkeiten, wie man auf dem Bild erkennen kann. Es ist also nicht verwunderlich, dass gerade zu diesem Interesse bei einer Auswertung in letzter Zeit Angebote entstanden sind, wobei Nora neben der Kraft und Hand-Augenkoordination (zum Beispiel beim Nagelbrett herstellen) auch in der Vorstellungskraft und Feinmotorik (beim Körbchen weben) gefördert wurde.
“Die Motorik ist ein extrem wichtiger Bestandteil der Kindesentwicklung. Das liegt mitunter daran, dass sie eng mit vielen anderen Gebieten verknüpft ist. Die Motorik ist untrennbar mit der Sprachentwicklung, der sozialen Entwicklung, der Sinnesentwicklung und der körperlichen Entwicklung im Kindesalter verbunden.”
Verfasserin: Karin