Online Diary

Bewegung

Beim Beobachten im Alltag ist mir aufgefallen das Paula sich auf viele unterschiedliche Arten fortbewegt oder ihren Körper einsetzt. Sie rennt mehrmals am Tag in der Kita und draussen, auf Holzstücken balanciert sie geschickt, auf den Boden liegt Paula in der Rückenlage und streckt die Beine nach oben oder klettert über Hindernisse. Damit Paula noch mehr Möglichkeiten hat um sich zu Bewegen oder auch neue Bewegungen mit ihrem Körper auszuprobieren, machen wir neu „Turnstunden“. Im Bewegungsraum finden die „Turnstunden“ statt und Paula kann mit den anderen Kindern Catarina, Mila und Zoe die verschiedenen Übungen ausprobieren. Heute machen wir in der „Turnstunde“ verschiedene Yoga / Pilates Übungen zum Beispiel die Brücke oder den Gorilla.

Verfasserin: Claudia

Carwash

Es ist kaum zu glauben, aber die Kita Regenbogen gibt es schon seit 10 Jahren. Anlässlich der kommenden Feierlichkeiten bereitet sich Gruppe Türkis vor. In der Geburtstagswoche wandeln wir den Bewegungs- und Musikraum in eine Auto-Scooter-Arena um. Dafür müssen die gerne genutzten Gefährte rausgeputzt werden.

Also veranstalten wir eine Car-Wash-Action. Alle Kinder dürfen mitmachen und zu flippiger Car-Wash-Musik nicht nur den Waschlappen, sondern auch die Hüften „schwingen“.

Verfasserin: Marie-Christine

 

Spinnbilder

Gestern machten wir “Spinnbilder“. Wir klebten zuerst Papier auf Dreh-Balancier-Scheiben und liessen dann mit Pipetten Lebensmittel-Wasserfarbe darauf tröpfeln, während sich die Scheibe drehte. Dadurch entstanden spannende Werke.

Verfasserin: Karin

Das “Plappern”

Leo ist sehr intensiv am „plappern“. Er spielt auf dem Podest mit den Kartonröhren. Er platziert die verschiedenen grossen Kartonröhren um oder legt einen Gegenstand in die Kartonröhre. Danach sucht er nach dem Gegenstand. Liegt der Gegenstand hinter der Kartonröhre oder doch in der Kartonröhre? Sein Spiel begleitet Leo mit verschiedenen Lauten und Silben. Zuerst ganz laut dann zwischendurch wieder etwas leiser plappert er vor sich hin. Das Plappern ist mal in einer höheren Tonlage und später etwas tiefer. Dabei wirkt Leo sehr zufrieden und mit grosser Begeisterung am Gebrauch seiner Stimme.

Irgendwann zwischen dem sechsten und zehnten Lebensmonat, im Durchschnitt etwa mit sieben Monaten, tritt ein Meilenstein der Sprachentwicklung ein. Der Säugling beginnt zu plappern. Beim Plappern werden Silben produziert, die aus einem Konsonanten und einem darauf folgenden Vokal bestehen („pa“, „ba“, „ma“) und die wiederholt aneinandergereiht werden („papapa“). Ein zentraler Komponent bei der Entwicklung des Plapperns besteht darin, dass der Säugling die Laute hört, die ser produziert. Das Plappern der Kinder wird mit der Zeit variantenreicher und nimmt nach und nach die Laute und den Rhythmus der Sprache an, die das Kind täglich hört.

Verfasserin: Claudia

Sinn und Sinnlichkeit

Gedanken

Forscher und Künstler sind von Natur aus neugierig, unbekanntes zu erforschen und Spuren zu hinterlassen. Was wir uns als Erwachsene oftmals mühselig erhalten müssen, gehört bei unseren Kindern in den ganz normalen Alltag. An jeder Ecke gibt es neues zu entdecken und durch die Neugierde von Kindern Dinge genauer unter die Lupe zu nehmen, erarbeiten sie sich ein Bild unserer Welt und hinterlassen Spuren.

 

Seifenschaum und Spiegelkunst

Beim Händewaschen entsteht Seifenschaum, in allen Farben schillernder Seifenschaum. Die Seife selbst fühlt sich in den Händen glitschig, schmierig, weich und sinnlich an, wenn die Hände damit einmassiert werden. Beim Begleiten der Kinder zum Händewaschen konnte ich beobachten, wie der Seifenschaum im Waschbecken interessiert betrachtet wurde und wie die Kinder diesen darin befühlten, ihn aus dem Waschbecken wieder in die Hände nahmen, um dem Seifenschaum erneut an ihren Händen nachzufühlen. Die Seife wiederum wurde genüsslich dazu genutzt um Spiegelbilder zu gestalten. Diese Beobachtung nutzte ich, um ein Angebot zu diesem Thema zu gestalten.

 

Expedition Seifenschaum

Gemeinsam mit den Kindern startete ich im Lichtraum des Naturwissenschaftsbereichs unsere „Expedition Seifenschaum“. Auf dem Lichtkasten verteilte ich Seifenflocken, welche vom Lichtkasten von unten beleuchtet werden. Während die Kinder die zarten Seifenflocken genauer unter die Lupe nehmen entdecken wir, dass diese zerbröseln oder sich zusammen kneten lassen. „Hmmm!“, jedoch wo bleibt der Seifenschaum?“ Nach und nach giesse ich lauwarmes Wasser in den Aufsatz mit den Seifenflocken. Genüsslich beginnen die Kinder das Wasserseifenflockengemisch mit ihren Händen zu erkunden und es entsteht mehr und mehr Seifenschaum. Beim Erkunden des Seifenschaums folgen Dialoge und Reime hin und her… „Händ wäsche nöd vergesse!“, „Händ wäsche Gaggi esse!“, „Händ wäsche Gable esse!“… dabei wird gekichert und gelacht. Während dem Experimentieren mit dem Seifenschaum erweitere ich das Material mit Pipetten und Lebensmittelfarben. Nun haben die Kinder die Möglichkeit, Schaumbilder zu erschaffen. Im Lichtraum wird es ganz ruhig und besinnlich. Es entstehen wunderbare und bestaunenswerte Marmorbilder, welche sich mehr und mehr zu einem Gesamtkunstwerk zusammen schliessen.

 

Unsere Haut

Die Haut ist unser grösstes Sinnesorgan. Zusammen mit dem Gehirn wird die Haut aus dem Ekoderm gebildet: Die Oberfläche und das Zentrum unserer Wahrnehmungsmöglichkeiten haben denselben Ursprung. Indem die Haut den ganzen Körper umhüllt, vermittelt sie jede mögliche Berührung, jeden Wärme oder Kältereiz. Sie atmet und ist am Stoffwechsel beteiligt, spielt aber auch in psychischer Hinsicht eine bedeutende Rolle: Sie fungiert als Hülle und Schutz, als Grenze zwischen innen und aussen. Die Erfahrungen, die der Mensch über und durch die Haut macht, besteht in unterschiedlichsten Informationen, Anregungen, Endrücken; sie dienen der Kommunikation und Vermittlung und tragen wesentlich zur Entwicklung von Wahrnehmung und Denken bei.

Tasten heisst Begreifen. Es heisst aber auch ausprobieren, forschen und prüfen. Und letztlich bedeutet diese Wahrnemung auch ein Verstehen, ein Auffassen und Erfassen. Damit wird unser Tastsinn, insbesondere die Hand zu einem ganz eigenen Instrument der Bildung im doppelten Wortsinn: Wir können damit erfühlen und erkennen, aber auch gestalten und formen.

Verfasserin: Nadina

 

Was ist ein Pizzateig?

Caia, Jamie und Marie kneten zusammen mit Ladina den vorgefertigten Pizzateig. Es sollen Pizzen mit Trockenfrüchten drin entstehen und jedes Kind
ist fleissig am kneten und produzieren. Anfangs wird sehr viel vom Teig, von den Rosinen und den getrockneten Äpfel genascht. Ladina merkt schnell, dass die Kinder so beim z’Vieri nicht mehr grossen Hunger haben werden. Die Trockenfrüchte werden für einige Minuten zur Seite gestellt, damit die Kinder sich auf den Teig konzentrieren können, auf seine Elastizität, die Konsistenz und das Experimentieren damit. Am Ende entstehen viele kleine Pizzabrote. Einige wurden mit Trockenfrüchten gefüllt. Beim z’Vieri wurden die Werke bestaunt und betrachtet und schliesslich von allen Kindern mit grossem Appetit gegessen.

Verfasserin: Kerstin

Sicher gebunden

Hier sieht man Steffi und Marta (11Monate) nach dem Brei essen. Da das Brei essen bei Marta noch mit viel “schmieren” verbunden ist, haben diese beiden ein Ritual entwickelt. Dazu setzt Steffi Marta nach dem Essen gleich ans Lavabo und Marta reinigt sich mit Steffis Unterstützung unter dem fliessenden, warmen Wasser. Marta geniesst dies offensichtlich, sie wirkt völlig entspannt und sicher. Marta ist sicher an Steffi gebunden, sie vertraut ihr auch in aussergewöhnlichen Situationen, weil sie die Erfahrung gemacht hat, dass sie sich auf Steffi verlassen kann, da sie ihre Bedürfnisse erkennt und prompt darauf reagiert.

Verfasserin: Bea

Bewegungselemente im Gang

Heute haben wir die Elemente vom Bewegungsraum in den Gang geholt. Die Kinder konnten sich so bewegen und ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Eine Löwenhöhle, ein Zelt oder ein Haus entstand aus den Dreiecken. Oben drauf sitzend sind die Kinder auf ihren Pferden herumgeritten.

Verfasserin Rebecca

“Der Regenbogen”

Emily malt in letzter Zeit gerne Regenbögen. Manchmal sind diese einfarbig manchmal mehrfarbig. Sie schneidet hier einige davon mit voller Konzentration aus. Sie sollen schön aussehen. Die Regenbögen verschenkt sie auch besonders gerne. Emily ist vier Jahre alt und seit Januar weiss sie wie das Konzept, etwas zu verschenken, angewandt wird. Seither liebt sie es gemalte Dinge zu verschenken. Auch ich habe schon Regenbögen von ihr erhalten.

Verfasserin: Karin

“Kuschelzeit” beim Säuglingsprojekt

Um etwas Wärme und Geborgenheit dieser eisigen Kälte entgegen zu bringen, habe ich eine ruhige, angenehme und sinnesanregende Umgebung
für die “Kleinsten” geschaffen. Mit Hilfe von kuschligen Fellen und Decken, gewärmten Chriesisteisäckli, entspannender Musik, Geruchssäckli und verschiedenen Lichtern, wurde der Säuglingsbereich in eine Oase der Entspannung verzaubert. So wurde es auch von den Kindern entsprechend genossen und besonnders das reflektierende Licht im abgedunkelten Zimmer bestaunt. Das Chriesisteisäckli oder Traubenkernsäckli kann als natürlicher, sympathischer Wärmespeicher verwendet werden oder einfach als “Kuscheltier”. Der trockene Kirschenstein lädt sich mit Wärme auf,
speichert sie und gibt sie gezielt an die betroffenen Körperstellen ab. Diese unterschiedlichen Materialien können den Tast-, Hör-, und Sehsinn anregen. Um den Geruchssinn auch integrieren zu können, habe ich die farbigen Stoffsäckli mit verschiedenen Düften wie Pfefferminze, Zimt, Lavendel oder Fenchelsamen gefüllt. Alle Sinne sind von Geburt an schon ausgeprägt und werden in der Interaktion mit der Umwelt nach und nach immer besser entwickelt. Im Alltag sprechen wir oft von unseren ‘fünf Sinnen’ und meinen damit die Fähigkeit, sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken zu können. Dabei werden mit Hilfe der äußeren Sinnesorgane – Augen, Ohren, Nase, Haut und Mund – visuelle, akustische, olfaktorische, gustatorische und haptische Reize registriert und im Gehirn verarbeitet.

Verfasserin: Nadin