Online-Tagebuch

Menuplan KW 20

„Iicreme isch luschtig!“

Der Sommer rückt immer näher. An der Sonne wird es immer wärmer. Für uns heisst dies vor dem rausgehen gut eincremen. Wie die meisten es vielleicht kennen, mögen es nicht alle Kinder besonders gerne eingecremt zu werden. Um es ansprechender und spannender für die Kinder zu gestalten und vor allem deren Selbstständigkeit zu fördern, drücken wir den Kindern, die wollen, etwas Sonnencreme in die Hand welche sie dann im Gesicht, auf den Armen oder Beinen verstreichen können. Die älteren Kinder kennen dies bereits und streichen sich die Creme voller Stolz vor dem Spiegel selbst ein. Wir helfen beim Nachreiben. Die jüngeren Kinder streichen sich nicht alle die Sonnencreme direkt im Gesicht ein, sie erkunden die Crème durch Verreiben in den Händen, klatschen, riechen etc. und sammeln somit erste Erfahrungen damit. Das eincremen wir somit spannend. Dies ist im Alltag klar zu erkennen, wenn wir die Creme holen und die Kinder freudig: „iicremeee“ und „iicreme isch lustig“ rufen.

Verfasserin: Ilenia

 

Vom Wald und Vogelfedern

Ende April kam das Thema Wald wieder auf. Auch Martina lud wieder in den Waldkreis ein. Wir besuchten an einem Montag die Waldausstellung im Landesmuseum. Zuerst betrachteten wir den Wald künstlerisch von fast romantisch bis gefürchig dargestellt und erkundeten ein fast lebensechtes Bild des grössten Baums der Welt. Wir sahen Bilder von Menschen anderer Kulturen, welche im Wald wohnen. Wir erkundeten wie im Wald gearbeitet wird, welche Werkzeuge früher genutzt wurden und was für eine Funktion bspw. gegen Erdrutsche der Wald hat. Beim Film bei welchen langsam Bäume fallen, waren die Kinder wie gebannt und trauerten den armen Bäumen nach. An den anderen Tagen in dieser Woche schauten wir uns einmal verschiedene Waldbücher etwas genauer an. Was lebt in unserem Wald? Wir entdeckten zusammen tierische Waldbewohner und ihre Verstecke mit Magnetbildchen. Der Dachs wurde für einen Waschbären gehalten und so verglichen wir die beiden in einer Wald-Enziklopädie. Im Regenwald gibt es Affen, Raubkatzen und Papageien usw. Dass in unserem Wald auch Vögel wohnen, aber das nicht dieselben sind, wie im Regenwald lernten die Kinder und auch dass einige unserer Vögel beinahe so farbig sind. Spannend waren auch die unterschiedlich grossen Federn, welche ich mitgebracht hatte. Wieso lassen die Vögel diese Fallen? Fragten die Kinder. Scheinbar werden vor allem die nicht mehr brauchbaren weggeworfen… Wie ordnen Vögel ihre Federn, damit sie gut damit Fliegen können? Wie fühlen sich Federn auf der Wange an? Die Kinder entdeckten von sich aus und stellten Fragen, welche wir zusammen beantworteten. Zu entdecken, dass Vögel ganz unterschiedlich grosse und farbige Eier haben passte ebenfalls sehr gut in diese Nach-Oster-Zeit.

Verfasserin: Karin

 

Das erste Mal im Bewegungsraum

Der Bewegungsraum ist bei allen Gruppen der Kita sehr beliebt. Oft geht es dort wild und dynamisch zu und her. Die Säuglinge bleiben dadurch
eher noch in den Gruppenräumen im geschützten Rahmen. Doch irgendwann wird es soweit sein und auch die Jüngsten besuchen zum ersten Mal den Bewegungsraum. Diesmal war es für G. soweit. Er ist knapp 10 Monate alt und geniesst motorische Herausforderungen. Er erkundete vorerst den ganzen Raum und entschloss sich dann, auf die Schaukel zu klettern. Darauf kniete er zuerst, später stand er mit festhalten auf und spürte die wacklige Schaukel unter seinen Füssen. Weil ihm der Bewegungsraum so gut gefiel, wird er ihn in Zukunft wohl öfters besuchen, um noch viele weitere Dinge zu erkunden. In der Kita halten wir immer Absprachen, wer und wie viele Kinder den Bewegungsraum besuchen. Dies führt dazu, dass nicht unterschiedliche Bedürfnisse miteinander kollidieren.

Verfasserin: Alexandra

„Von den Dinos zu den Hühnern bis zum Osterei… oder: Wie lebt denn eigentlich ein Hase?“

Einige Kinder fanden über die Osterzeit auch Dinosaurier ganz besonders spannend. Im Naturwissenschaftsbereich kein Problem: Die Bücherecke
lud dazu ein, die Überleitung vom Dino Velociraptor etc. zu erkunden, der sich zum Huhn und anderen Vögeln entwickelt hat und vom Dino-Nachfahre
Krokodil, das ja, wie die Hühner auch Eier legt. Auch konnten die Kinder die Entwicklung vom Ei zum Huhn erforschen. Und was natürlich nicht fehlen darf an Ostern: Sie konnten entdecken, wie denn der Hase lebt. Auf Gruppe Rot wurde zudem ein ganzer Morgen und Mittag lang ein sich gut versteckter Osterhase gesucht. Der hatte sich natürlich gut hinter den Pflanzen versteckt und weil der echte Osterhase sich noch viel
besser verstecken kann, sehen wir den leider nicht.
Verfasserin: Karin

Mittagspause

Während die einen Kinder schlafen, machen die anderen Kinder der Kleinkindergarten-Gruppen im Ernährungsbereich sowie im Naturwissenschaftsbereich und dem Lichterzimmer eine Pause. Dabeigeht es nicht darum, still auf einer Matratze zu liegen und die Zeit bis die Pause vorbei ist, abzuwarten. Nein, es passiert in der Pausenzeit viel mehr!

 

Es ist so dass wir den Kindern im Zeitraum von ca. 12 Uhr bis 13Uhr ein Freies Spiel ermöglichen. Mit „freiem Spiel“ ist das Spiel gemeint, bei dem das Kind/ die Kinder selbst das Thema wählen und die Regeln aufstellen dürfen. Oft entwickelt sich das freie Spiel, ohne dass Erwachsene ihre Ideen einbringen.

 

·      Die Kinder können bei Gesellschaftsspielen wie zum Beispiel bei Lotti Karotti, Uno oder Memory teilnehmen, denn Gesellschaftsspiele trainieren und fördern die sozialen Kompetenzen und sind daher pädagogisch wertvoll. Kinder lernen beim Spielen zu kooperieren und andere einzuschätzen. Das Gewinnen sorgt für Erfolgserlebnisse und Motivation und stärkt das Selbstbewusstsein.

 

·      Diverse Puzzle puzzeln können die Kinder ebenfalls während der Pausenzeit. Was lernen die Kinder durch Puzzles? Kinder trainieren beim Puzzeln ihre Feinmotorik, verbessern ihre Auge-Hand-Koordination und üben sich in Konzentration und Geduld. Sie lernen, wie sie Probleme durch Strategie und Struktur – hier durch das wiederholte Sortieren von Puzzleteilen – lösen können.

 

·      Hörspiele hören ist bei den älteren Kindern ebenfalls sehr beliebt und wird oft in der Pausenzeit gewünscht oder angeboten. Das Format der Hörspiele schult den auditiven Sinneskanal und fördert Fantasie, Kreativität, Vorstellungskraft und die Konzentration.

 

·      mit Legos bauen und konstruieren.

 

·      Mit den diversen Materialien des Naturwissenschaftsbereichs spielen, wie zum Beispiel mit den geometrischen Magneten, die die Kinder aneinanderhängen und auch 3D Gebilde bauen können.

 

·      Gezielt bieten wir auch Malen und Schneiden mit Scheren an

 

·      Oder das kneten mit selbstgemachter Knete.

 

·      Es gibt auch die Möglichkeit mit den Erzieherinnen oder Lernenden und Praktikantinnen Bilderbücher anzuschauen oder sich selbst welche anzuschauen.

 

·      Es ist auch möglich, dass ein Teil der Kinder in den Bewegungsraum geht, wenn die Kinder viel Bewegungsdrang verspüren.

 

Verfasserin: Martina

 

Beginn der Umgewöhnungen

Weil das Wohlbefinden der Kinder für uns an erster Stelle steht, nehmen wir es uns als Ziel, für alle Kinder, die im August auf die Kleinkindergartengruppen wechseln, eine bestmögliche Umgewöhnung zu gestalten . Deshalb haben die Kleinkindgruppen seit einigen Wochen begonnen, regelmässig auf die Kleinkindergartengruppen spielen zu gehen. Dies dient den Kindern, die Gruppen bereits jetzt schon kennen zu lernen.

Momentan besuchen wir die Kleinkindergartengruppen noch mit der gesamten Gruppe. Es dürfen auch die jüngsten mit, was auch für sie eine großartige Erfahrung ist. Sie zeigen alle grosses Interesse an den Spielräumen.

Ab Juli beginnen dann die offiziellen Umgewöhnungen. Diese finden an den Betreuungstagen der jeweiligen Kinder statt. In den ersten zwei Wochen werden die Kinder begleitet. Die Kinder haben dann die Möglichkeit, die Bildungsräume und die neue Bezugserzieherin des Vormittagsteams kennenzulernen. Ab der dritten und vierten Woche werden die Zeiten immer mehr ausgeweitet, so dass die Kinder das Mittagessen im Ernährungsraum einnehmen können, im Schlafraum des vorderen Bereichs schlafen und am Nachmittagsprogramm teilhaben können. Die ersten Trennungen von der Begleitperson werden, wenn die Kinder dazu bereit sind, ab der dritten Woche geplant.

Wir freuen uns auf eine spannende und erlebnisreiche Zeit.

Verfasserin: Ilenia

 

Kurzer Beitrag aus der Kita Regenbogen im 10vor10

Wir suchen Ostereier

Auch in diesem Jahr hat der Osterhase wieder farbige Eier und ein Osternestli für die Kinder im Innenhof versteckt. Die Kinder von der Gruppe Grün und Gruppe Blau suchen gemeinsam die Eier und freuen sich danach natürlich vor allem auf das probieren der Schoggieier.

Verfasserin: Nadin

 

Musikalische Interaktion-Es lebe der Singkreis

Musik spricht an, ohne Sprache zu sein. Die Musik und die Sprache sind Ausdrucksformen die auf Rhythmus, Klangfarbe und Tonhöhe basieren. In der intuitiven Didaktik mit Säuglingen und Kleinkindern ist bei den Erwachsenen oft eine melodiöse Stimmgebung zu erkennen. Diese Betonung der Sprachmelodie hilft dem Kind bei der Hör-Wahrnehmung der Sprache und im Gesprochenen einzelne Worte besser heraus zu hören.

Klang und Melodie sind dabei Symbolträger. Sie können für Stimmungen und Emotionen stehen. In Verknüpfung mit Liedern ermöglicht es Musik, neue Themenbereiche zu erforschen (Themenlieder), Textverständnis zu erlernen (Geschichtenlieder) und Gefühle auszudrücken (Emotionslieder).

 

Laut und wild zu sein oder aus Angst wegzulaufen ist dabei ebenfalls eine Thematik, welche im Singkreis Platz hat. Aus diesem Grund haben wir das wilde Sprechlied der Löwenjagd eingeführt.

 

Begeistert machen die Kinder mit. Sie rhythmisiert mit den Händen und mit der Zeit können sie einzelne Worte aus dem Vers nachsprechen. Weitaus beeindruckender scheint für die Kinder allerdings die emotionale Komponente des Sprechliedes. Sie lachen fröhlich, als die Jagd nach dem Löwen beginnt, zeigen spielerisch Angst, wenn wir im Lied vor anderen Tieren flüchten und Spannung, als wir endlich die Löwenhöhle betreten um dort voller Furcht weg zu rennen. Die Gruppenstimmung ist wild und alle rufen laut „Hilfe“ und rennen imaginär davon um am Schluss der Liedergeschichte sich wieder im realen Kreis zurück zu finden und zur Ruhe zu kommen.

 

Das emotionale Sprechlied knüpft an den altersspezifischen Interessen der Emotionen an. Dazu kommt, dass das gemeinsame Singen in den täglichen Singkreisen ebenfalls im sozialen Kontext stattfindet. Musikkreise sind Interaktionskreise. Somit stehen nebst dem Singen und der geteilten Freude an der Musik, insbesondere die Austauschprozesse zwischen Erwachsenen und Kindern im Fokus. Singkreis bedeutet nicht ein trockenes vor sich her singen, sondern die sprachlichen Begriffe des Liedtextes werden mit Musik, Ausdruck und Stimmgebung emotional aufgeladen.

Singen im Sinne von Sprachförderung und dem vermitteln von Musik als Kulturgut muss in erster Linie als Kommunikation betrachtet werden, in der gemeinsam gehandelt wird und emotionale Inhalte ausgetauscht werden.

Verfasserin: Marie-Christine