Online-Tagebuch

Der Snoezelraum

Heute haben wir mit den Kindern im Snoezelenraum eine ruhige und entspannte Zeit verbracht. Im Raum befindet sich eine Wassersäule und eine Wasserkugel, die blubbern und in verschiedenen Farben leuchten. Die Kinder waren sofort fasziniert von den sanften Bewegungen und den wechselnden Lichtern. Einige setzten sich ganz nah zur Säule und beobachteten lange das Blubbern, andere lauschten aufmerksam den leisen Geräuschen. Die ruhige Atmosphäre wirkte beruhigend. Die Kinder konnten zur Ruhe kommen, sich entspannen und ihre Wahrnehmung fördern. Besonders schön war zu beobachten, wie sie die Farben benannten oder einfach still staunten. Das Snoezelen bietet eine wertvolle Möglichkeit, den Kindern Momente der Entspannung und Sinneserfahrung im oft turbulenten Kitaalltag zu schenken.

Verfasserin: Giulia

Ein Krankenhaus für Autos

Die Kinder haben gemeinsam aus Kappla-Hölzern ein Krankhaus für Autos gebaut. Sie haben überlegt, wo die verletzten Autos ankommen, wo sie repariert werden und wo sie wieder losfahren können. Mit viel Fantasie und Teamarbeit entstand so ein komplexes Autokrankenhaus. Dabei wurde nicht nur gebaut, sondern auch gesprochen, ausprobiert und gemeinsame Erfolge gefeiert.

Verfasserin: Tanja

 

Farben sinnlich erleben

Aufgrund einer Beobachtung und Auswertung erhielt Daniel die Möglichkeit, mit Farben in einer Sichtmappe zu experimentieren. Er durfte sich selber die Farben auswählen und sie in die Mappe leeren. Mit sichtbarer Freude beobachtet er, wie sich die Farben vermischen und neue Farbtöne entstehen. Durch das wiederholte drücken und streichen, erlebt er sinnlich, wie sich Farbe bewegen und verändern lässt. Diese Aktivität fördert nicht nur seine Feinmotorik und taktile Wahrnehmung, sondern stärkt auch Daniels Interesse an kreativen Prozessen. Gleichzeitig konnte er selbstbestimmt experimentieren und eigene Erfahrungen sammeln.

Verfasserin: Tanja

Erlebnisse auf Türkis und Lila

Gruppe Grün verbringt den späteren Nachmittag auf Gruppe Türkis und Lionel nutzt die Gelegenheit, die Spielküche ganz für sich alleine zu haben. Er konzentriert sich auf sein Tun und geniesst die Ruhe. Zusammen mit seinem Freund Tian (Peers) nimmt er am Knet-Angebot teil, das auf der Gruppe Lila stattfindet. Beide probieren verschiedene Formen aus, geniessen das gemeinsame Beisammensein und teilen gleiche Interessen.

Verfasserin: Carmen

Hurra der Herbst ist da!

Wenn der Herbst kommt, verändert sich die Welt draussen. Die Tage werden kürzer, die Luft kühler und überall leuchten bunte Farben. Die Bäume tragen jetzt ihr schönstes Kleid: rot, orange, gelb und braun.

Überall gibt es Naturmaterialien zu entdecken: Blätter in allen Farben, Kastanien, Eicheln, Zapfen und vieles mehr. In dieser Woche haben wir beim Schützenschulhaus Eicheln gefunden. Wir sammeln und betrachteten deren Blätter genau. In der Kita kleben wir die Blätter auf ein Plakat und sangen/lernten das Herbstlied «Jetzt falled dBlätter wieder». An einem anderen Tag entdecken wir auf dem Spaziergang zum Röntgenplatz viele Kastanien auf dem Boden, die wir ebenfalls gemeinsam sammelten und uns genau anschauten. Heute durften wir lernen, dass Kastanien nicht essbar sind. Kastanien haben eine harten Stachelhülle. Maroni hingegen sind essbar, sehen fast gleich aus, sind aber von einer Hülle mit feinen Stacheln ummantelt. Passend zu dieser Entdeckung, singen wir gemeinsam das Lied «Marini, Maruni, Maroni»

Der Herbst zeigt uns, wie reich und spannend die Natur ist. Man muss nur die Augen offen halten, überall warten kleine Überraschungen darauf, gefunden zu werden.

Verfasserin: Ilenia

Raumgestaltung

Im Bildungsraum „Soziale Bezüge“ wird ein neues Thema in die Raumgestaltung integriert. Flugzeuge sind oft im Spiel dabei. Darum entsteht neu auf dem Podest ein Flughafen mit Landepiste und ein Tower in dem die Flugsicherheit arbeitet. Bei der Umgestaltung sind die Kinder dabei und helfen fleissig mit. Sie bekleben die Pet-Flaschen mit Watte oder bestimmen wo die einzelnen Flugzeuge für die Deko aufgehängt werden sollen. Bei der Bemalung der Landebahn helfen sie mit.

Bei der Umgestaltung ist es wichtig:

Ein Raum, der die Sinne anregt, ohne die Kinder mit Reizen zu überfluten, der auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist und in dem sie sich selbständig orientieren können, ist dabei entscheidend. Dabei werden Kinder sich eher wohl fühlen, wenn sie selbst Einfluss auf die Gestaltung nehmen können.

Als der Flughafen fertig umgestaltet ist, beginnen die Kinder sofort dort zu spielen.

Verfasserin: Claudia

Zuckermaisernte

Im Herbst war es Zeit unseren Zuckermais zu ernten, und den Hochbeetgarten zu kontrollieren. Leider waren wir etwas spät dran, sodass einige Körner des Maiskolben schon begannen zu verdörren. Diese nahmen wir dann aber für das nächste Jahr zur Seite. Die Kinder und besonders Siro fanden es ganz besonders spannend die Unterschiede in der Grösse der versteckten Kolben, die es zu entblättern galt zu erkunden. Auch die unterschiedliche Befruchtung der Kolben war interessant, da nicht alle Maissamen des Frühjahres aufgegangen waren, und wir somit nicht viele Maisstangen hatten, die eine völlständige Befruchtung hätten gewährleisten können. Wohl weil die Vögel auch ihren Teil haben wollten. Ein Kolben war auch ein paar Käfern und Würmern zum Opfer gefallen. Was für eine Überraschung als wir diesen entblätterten und alles nur noch wuselte. Ebenfalls ein Gewusel hatte es auf dem Broccoli gehabt. Dort tummelten sich trotz langsam kühlerer Temparaturen noch immer Raupen. Wir beobachteten die gefrässigen Tiere und überlegten, ob diese wohl die Enkel-Kinder des Schmetterlings sein könnten, den wir im Frühjahr freigelassen hatten. Wir entdeckten auch noch ein paar Erdbeer-Blüten, und kleine grüne Erdbeeren in verschiedenen Wachstumsstadien auf unserem Erdbeeren-Hochbeet, aber leider gab es keine reifen Erdbeeren mehr zu Pflücken. Immerhin kochten wir später die schönen Maiskolben und brieten sie in Butter in der Pfanne an für einen leckeren Zvieri-Zusatz.

Verfasserin: Karin

Siro’s Thema

Im Rahmen unserer Portfolio Arbeit beobachten wir die Kinder regelmässig. Wir erstellen 3–5-minütige Videos einer Spielsequenz eines Kindes oder wir halten diese Situation schriftlich auf dem Beobachtungsbogen fest. Anschliessend evaluieren wir anhand von 11 Fragen den Grad der Engagiertheit des Kindes in der beobachteten Situation, ob festzustellen, ob sich die beobachtete Situation im kollegialen Fachaustausch auswerten lässt.

Bei Siro erstellte ich vor kurzem ein 3:59 Minuten langes Video. Er zeigte sich engagiert, konzentriert und fokussiert beim Hämmern am Bimsstein. Von den 11 Fragen konnte ich 10 mit Ja beantworten. Somit suchte ich mir eine Kollegin, mit der ich gemeinsam die kollegiale Beobachtungs- Auswertung durchführen konnte. Tanja hatte Zeit und wir schauten uns zusammen nochmals das Video an und gingen dann Schritt für Schritt den Auswertungsbogen durch. Im  6. und 7. Schritt der Auswertung erstellen wir Vermutungen zu den Themen des Kindes. Unser Fazit zu Siros Thema lautete: Durch meine physische Stärke kann ich Einfluss nehmen und Materialien verändern. Anhand der Auswertung und dem Formulieren des Themas des Kindes entstehen Ideen für weiterführende Angebote. Diese geben dem Kind die Möglichkeit, sein Handlungsmodell zu erweitern und wir unterstützen es in seinen Bildungsbemühungen.

Für Siro habe ich unter anderem ein Angebot geplant, bei dem er seine physische Kraft zeigen kann, in dem er mit dem Hammer eine Kokosnuss aufschlagen darf. Ein paar Tage später habe ich das Angebot umgesetzt und zwei Kokosnüsse in die Kita gebracht. Siro nahm am Angebot teil und zeigte uns, dass er mit nur ein paar Hammerschlägen ein Loch in die Kokosnuss machen kann. Das Kokosnusswasser leerte Siro dann direkt in sein Glas. Auch die anderen Kinder halfen tatkräftig mit, die harte Schale aufzubrechen. Als nur noch das Fruchtfleisch übrig war, schnitten wir Kokosnuss-Stücke für den Zvieri zurecht.

Verfasserin: Corina

Spielen in den Bildungsräumen der Kleinkind-Gruppen

Wir bieten unseren Kindern täglich für eine Stunde verschiedene Bildungsräume an, in denen sie neues Spielmaterial erkunden und sich ausprobieren dürfen. Jedes Kind sucht sucht sich den Raum und das Spielmaterial nach eigenem Interesse aus. Einige Kinder werden dabei gern von ihren Bezugspersonen begleitet und in ihrem Tun beobachtet. Folgende Bildungsräume/Bildungsthemen sind auf den Kleinkind-Gruppen vorhanden:

Gruppe Grün:   Kreativität und Ästhetik
Gruppe Gelb:   Bauen, Konstruieren und Mathematik
Gruppe Blau:   Sozial-kulturelle Bezüge
Gruppe Türkis: Musik und Bewegung

Dazu ein paar Eindrücke aus unserem Alltag.

Verfasserin: Carmen

Dem Regenwetter trotzen

Das tolle an «schlechtem Wetter» im Sommer ist, dass es genug warm ist um sich in Ruhe bei den Pfützen auszutoben. Denn die Kinder springen nicht nur mit den Füssen rein, sondern sind am Ende manchmal von oben bis unten nass. Ein jüngeres Kind sass mitten in der Pfütze, wie wenn es eine Badewanne wäre. Die älteren Kinder rannten schnell durch und das jüngere Kind lachte laut als es angespritzt wurde. An diesem Tag hat die riesige Pfütze den Kindern gereicht, sie konnten sich lange verweilen und hatten viel Spass dabei. Alternativ könnte man auch Schaufeln und Eimer zum umleeren und transportieren mitnehmen, oder Papierschiffe basteln und in den Pfützen schwimmen lassen.

Verfasserin: Alexandra