Online-Tagebuch

Ein Ausflug auf den Piratenspielplatz

Nach dem Mittagsschlaf haben wir die Kinder gefragt, wo sie hingehen möchten. Sie antworteten «Spielplatz». Um Abwechslung zu haben, entschlossen wir uns den Piratenspielplatz (Am Wasser 55, 8049 Zürich) zu besuchen. Ganz nach dem Motto «der Weg ist das Ziel» genossen wir die Tramfahrt und beobachteten von der Brücke aus, die Limmat. Als wir ankamen erkundeten Leo und Una die Rutschbahn. Sie kletterten den Turm hoch und nach ein bisschen Beobachtungszeit trauten sie sich zu rutschen. Dies wiederholten sie dann einige Male und wurden immer mutiger. Wir traten früh genug den Rückweg an, damit nochmals alles unterwegs erkundet werden konnte.

Verfasserin: Alexandra

 

«Alle Jahre wieder»

Alle Jahre wieder stimmen wir uns musikalisch auf die Weihnachtszeit ein. Mit speziellen Singkarten über den bevorstehenden Winter, die Weihnachtszeit und den Samichlaus stimmen wir uns auf die besinnliche Zeit ein. Begleitet wird der Singkreis mit Glöckchen, Tieren, die in den Liedern vorkommen und einer Kerze. Die Kinder können die Lieder selber auswählen und mit den Utensilien begleiten. Salome, Neva und Elin sitzen gemeinsam auf dem Schlitten. Nevio, Theo, Tilia und Marta zeigen die Glöckchen und einen Esel. In diesem Sinne wünschen wir Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute fürs neue Jahr!

Verfasserin: Rebecca

 

Vom Kleinsein zum Einstein

Im Bereich der Naturwissenschaften und der Mathematik haben wir uns im November den Zahlen und Mengen zugewandt. In verschiedenen Spielen und Angeboten haben wir uns mit Mengen und Zahlen auseinandergesetzt. Es ging darum, die Reihenfolge der Zahlen kennenzulernen, verschiedene Mengen zu unterscheiden, analoge Zahlen zu erkennen und zu benutzen und darum Objekte zu sortieren. Kinder erkennen schon früh verschiedene Mengen. So reagieren bereits Säuglinge unterschiedlich auf kleine und grosse Mengen, indem sie sie unterschiedlich lange anschauen, dies jedoch nur, wenn der Mengenunterschied genug gross ist, in einem Verhältnis von mindestens 1:2. Auch das Verständnis von Eins-zu-Eins-Zuordnung von Objekten ist eine wichtige Erkenntnis bei der Entwicklung der mathematischen Fähigkeiten. Diese Eins-zu-Eins-Zuordnung erleben Kinder oft im Alltag, eine Socke kommt an einen Fuss, für zwei Füsse brauchen wir also zwei Socken oder beim Mittagessen brauchen wir für vier Kinder vier Teller, Gabeln, Löffel und Gläser. Schnell erkennen Kinder, dass zwei Kekse für drei Kinder nicht ausreichen werden.

Im Kleinkindalter lernen die Kinder die Zahlenwörter und ihre feste Reihenfolge kennen. Dazu kommt das Kardinalitätsprinzip, welches aussagt, dass das zuletzt genannte Zahlenwort der Gesamtsumme der Objekte entspricht. Diese Fähigkeiten stellen die Grundvoraussetzungen für das korrekte Zählen und vergleichen von Mengen dar.

Verfasserin: Linda

Quelle: Herber, Viktoria/ Pauen, Sabina (2009): Vom Kleinsein zum Einstein. Cornelsen Verlag, 1. Auflage

Wo ghört das nur ane?

Während der offenen Arbeit geht Alma auf die Gruppe Gelb in den Bau und Konstruktionsbereich. Dort sind auf dem Tisch einige Puzzles vorbereitet. Alma entdeckt das Zahlenpuzzle und leert es um. Dann
beginnt sie Stück für Stück die einzelnen Teile in die richtige Form zu setzen. Dabei braucht sie viel Konzentration und Geduld. Sie probiert die verschiedenen Zahlen bei mehreren Zahlen aus, bis sie den  richtigen Platz gefunden hat. Als sie das schafft, freut sie sich und beginnt mit der nächsten Zahl. Bis das ganze Puzzle geschafft ist.

Verfasserin: Ladina

Oh nein, es regnet!

Es gibt kein schlechtes Wetter nur keine wettergerechte Kleidung. Wir ziehen uns wettergerecht an und machen uns auf den Weg zur Josefwiese. Was sollen wir nur machen bei dem Wetter? Die Kinder haben schnell eine Lösung dazu gefunden. Eine lange Pfütze lockt sie heraus und sofort entsteht ein Wettrennen durch das viele Wasser. Plötzlich entdecken wir noch einen Krebs in Form von einem Ast, der bald im Wasser schwimmt. Alles Wasser läuft in den Gulli- Deckel. Wie das tönt und rauscht. Wir werfen Kieselsteine hinein und sofort sind sie verschwunden. Wir hatten alle einen riesen Spass.

Kinder erleben die Natur mit allen Sinnen und viel intensiver als Erwachsene, weil das meiste für sie interessant ist. Da sie dem Boden näher sind, sehen sie auch mehr kleine Dinge (z.B. Äste, die aussehen wie Krebse, Käfer, Würmer, kleine Steine….). Die unterschiedliche Beschaffenheit des Untergrunds wird beim Betrachten oder Befühlen wahrgenommen. In der Natur können somit alle Kompetenzen in den verschiedenen Jahreszeiten und Wetterlagen erlebt werden. Die Natur ist aber nur ein Teil des Draußen: Das „große Draußen“ umfasst auch die „bebaute“ Welt. Kinder sind von allem fasziniert, was außerhalb der Wohnungs- und Kita-Mauern liegt: von Baustellen, Bahnhöfen, Fahrzeugen, Unterführungen usw. Im „großen Draußen“ finden Kinder Realsituationen vor, in denen es Sinn macht, zu beobachten, zu fragen, zu forschen, zu lernen.

Verfasserin: Claudia

 

mmmmmm, Mailänderli!

Heute ist der 4. Dezember und der Ernährungsbereich wird zur Backstube. In der Bringzeit lade ich die Kinder dazu ein, mir beim Herstellen des Mailänderli Teig zu helfen.

Wir benötigen dazu:

250g Butter, weich
225g Zucker
1 Prise Salz
3 frische Eier
1 Bio-Zitrone
500 g Mehl
1 frisches Eigelb
1 TL Milch oder Rahm

Und so wirds gemacht:

Butter in einer Schüssel verrühren. Zucker und Salz darunterrühren. Ein Ei nach dem anderen darunterrühren, weiterrühren, bis die Masse heller ist. Von der Zitrone die Schale abreiben, darunter rühren.
Mehl beigeben, zu einem Teig zusammenfügen, etwas flach drücken, zugedeckt mind. 2 Std. kühl stellen.

Im Morgenkreis stelle ich den Kindern dann das Angebot vor und nach dem Kreis dürfen die Kinder die mitmachen wollen, beim verarbeiten des Teiges helfen und Guezli aus dem Teig ausstechen. Leyla unsere Springerin kommt wie gerufen und bringt noch drei weitere Kinder zu meinem Angebot und hilft und unterstützt die Kinder beim Ausstechen. Eine ganze Stunde sind wir beschäftigt und stechen fleissig Mailänderli aus und die Kinder dürfen sie selbständig auf die drei vorbereiteten Bleche legen und mit Ei bestreichen. Ich habe den Backofen auf 200 Grad vorgeheizt und die fertigen Guezli in den Backofen geschoben. Ein herlicher Duft flutet den gesamten Ernährungsbereich bis hinaus in den Gang. Unsere Kitaleitung Désirée nimmt den feinen Geruch sogar bis ins Büro wahr und bekommt auf Nachfrage sogar ein Probiererli ins Büro geliefert. Jedes Kind darf dann am Abend ein Guezli mit nach Hause nehmen. Die restlichen Mailänderli packen wir über Mittag in unsere Guezlibüchsen und bewahren sie für den Adventskaffe auf.

Verfasserin: Martina

Wir brauchen eine Pause

Zurzeit gestalte ich aufgrund meiner Projektdokumentation das Podest des Bildungsraumes „soziale Bezüge“ um. Damit der obere Teil vorübergehend nicht ganz leer bleibt, habe ich dort einen Rückzugsort eingerichtet, bestehend aus Matratzen, Decken, verschiedenen Büchern und Chiffontüchern. Dieser Ort bietet die Möglichkeit, sich während dem Alltag zurückzuziehen, Gespräche zu führen oder einfach am Abend zur Ruhe zu kommen. Hier sieht man Ella und Marta, wie sie beide mit ihren Übergangsobjekten Bücher anschauen und dabei gemütlich auf den Matratzen liegen. Die Übergangsobjekte, hier der Nuggi und das Baby, vermitteln den Kindern Sicherheit und geben ihnen Trost und Raum, sich in schwierigen Phasen selbst zu regulieren. Sie dienen der Abwehr von Ängsten und helfen, die Abwesenheit der Eltern zu akzeptieren und ihnen Halt zu geben, wenn sie diese vermissen.

Verfasserin: Anna

 

Bobby-Car-Hindernis- Schanzen-Parcours

In nächster Zeit ist es unser Ziel viele unterschiedliche Bewegungsangebote im Gang zu gestalten. Daher gab es am 3. Dezember einen Hindernis-Schanzen-Parcours für Bobby-Cars zu bestreiten. Die Kinder  waren voller Eifer dabei. Sie mussten sowohl Kraft als auch ihre koordinativen Fähigkeiten nutzen, um die Hindernisse zu überwinden. Vielen stand die Konzentration und Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Als die Älteren Kinder ihre Energie etwas losgeworden waren und auch die Kleinkindgruppen-Kinder dazu kamen, passte ich den Parcour etwas an und so konnten sehr viele Kinder vom Angebot profitieren.

Verfasserin: Karin

 

Miteinander Lernen

Bei der Belegungsplanung achten wir jeweils auf eine kleine Altersdurchmischung. So können die jüngeren Kinder von den älteren Kindern etwas lernen und die älteren Kinder können sich in der helfenden und unterstützenden Rolle einbringen und so ihr Selbstbewusstsein stärken. Lina ist nun schon bald zwei Jahre alt und Yara wird bald ein Jahr alt. Yara isst noch Brei und Lina möchte ihr helfen. Sie nimmt einen Löffel und streckt ihn Yara hin. Yara öffnet den Mund und Lina schiebt den Löffel sorgsam in den Mund. Diese Fütter-Situation am z’Vieri-Tisch braucht von beiden Kindern viel Kooperation. Sie müssen sich aufeinander abstimmen um das Füttern zum Gelingen zu bringen. Lina erhält dabei die aktive Rolle und kann im prosozialen Verhalten Erfahrungen sammeln. Sie erlebt sich in einer führsorglichen Rolle, welche sie im Alltag oft bei den Erzieherinnen beobachtet. Zudem erhält sie Zuspruch durch die Erwachsenen und freut sich mit Yara über das Gelingen des Fütterns. Yara erfreut sich der Aufmerksamkeit und Hilfe von Lina und trägt mit ihrer Kooperation aktiv zum Gelingen bei. Bereitwillig lässt sie sich helfen, obwohl sie sonst viel lieber alleine isst. Dies verdeutlicht, wie sehr sie Linas Unterstützung auf der Beziehungsebene geniesst.

Verfasserin: Marie-Christine

Das Theater

Heute machen wir ein Theaterstück. Wir spielen die Geschichte von „Fritz Frosch pupst“ nach. Zum Einstieg erzähle ich den Kindern die lustig Geschichte, vom Frosch Fritz der viel Luft im Bauch hat und immer wieder pupsen muss. Jetzt werden die verschiedenen Rollen verteilt. Wer spielt den Frosch, die Freunde vom Frosch oder den Arzt? Das Theaterstück beginnt. Applaus!!!!

Bildung erfolgt hier weniger im Sinne von Beibringen oder Belehren, als durch die Schaffung von Gelegenheiten. Jeder darf im Mittelpunkt stehen und etwas vorzeigen. Es entsteht ein Freiraum, um neue Rollen und Handlungen auszuprobieren. Auf dem Weg des praktischen Tuns gibt es unendlich viele Lernmöglichkeiten. Es wird ausprobiert und auch wieder verworfen. Am Ende gibt es unter Umständen nicht einmal etwas, das man unmittelbar als Ergebnis, als Beweis für eine sinnvolle Betätigung vorzeigen könnte, aber dennoch sind wir um so viele wertvolle Erfahrungen reicher. Gibt es ein Ergebnis, so muss es auch nicht „das Übliche“ sein, „was man so erwartet“ von einem Theaterstück. Wir sind auf einen gemeinsamen Weg, einer kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema Theater.

Verfasserin: Claudia