Online-Tagebuch

Verschärfung Schutzkonzept – Maskenpflicht fürs Kita-Personal

Liebe Eltern

Die generelle Maskenpflicht in Geschäften hat vielerlei Diskussionen um eine Maskenpflicht in Kitas hervorgerufen. Zum einen stellt sich die Frage, ob Eltern beim Bringen und Holen der Kinder eine Maske tragen müssen/sollten. Zum anderen, ob die Betreuer*innen während der Arbeit eine Maske tragen müssen.

Von Seiten der Zürcher Regierung ist der Fall derzeit noch klar: Keine generelle Maskenpflicht in Kindertagesstätten.

Aber: Im Kanton Zürich hat sich (wie in Genf und Freiburg) während der vergangenen Woche eine besorgniserregende Häufung von infizierten Mitarbeiter*innen in Kitas ergeben. Die Folgen für Kinder, Eltern und schlussendlich auch die Kitas sind dramatisch: sämtliche Kontaktpersonen (also Kinder wie Arbeitskolleginnen), denen eine infizierte Mitarbeiter*in länger als 15 Minuten zu nahe gekommen ist, müssen für 10 Tage in Quarantäne. Da dies in der Regel nicht mehr rekonstruierbar ist, verfügt der Kantonsarzt in diesen Fällen vorsichtshalber eine Quarantäne für die ganze Gruppe – im schlimmsten Fall für die ganze Kita.

Diese Massnahme kann einzig durchbrochen werden, wenn die infizierte Person während ihrer Arbeit konsequent eine Schutzmaske getragen hat. Oder während des Nichttragens nie mehr als 15 Minuten näher als 1.5 Meter zu anderen Personen war.

Aus diesem Grund wird der Verband kibesuisse in Zusammenarbeit mit dem Marie-Meierhofer-Institut für das Kind und dem kantonsärztlichen Dienst in den nächsten Tagen eine dringende Empfehlung für das Tragen von Schutzmasken während der Betreuungsarbeit veröffentlichen. Das bedeutet, dass das Tragen von Masken durch Mitarbeiter*innen fortan Standard sein wird.

Für die Betreuung der jungen Kinder wird es definierte Ausnahmen geben, da deren Wohlbefinden stark von einer vollständigen Mimik des Gegenübers abhängig ist. Diese definierten Ausnahmen müssen aber von der Kita «getraced» werden. Im Infektionsfall einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters müssen dann «nur» die ausgewählten Kinder, die zeitweise ohne Maske betreut wurden, in Quarantäne.

Aus diesen Gründen haben wir uns entschieden, dass das Team der Kita Regenbogen ab Montag, 7. September 2020 während der Betreuung der Kinder grundsätzlich eine Hygienemaske tragen wird.

 

Maskenpflicht für Eltern?

Eine Maskenpflicht für Eltern, die Kinder bringen und abholen wird vom kantonsärztlichen Dienst und den Contact Tracern hingegen explizit nicht empfohlen. Solange die Übergabe weniger als 15 Minuten dauert, wovon in der Regel ausgegangen werden kann, ist das Tragen einer Maske für Eltern nicht indiziert. Wir bitten Sie aber, die Abstandsregeln zu unseren Mitarbeiter*innen und anderen Eltern weiterhin einzuhalten. An Elterngesprächen müssen hingegen zwingend Masken getragen werden.

Was tun bei Corona-Symptomen?

Auch beim Vorgehen bei Corona-Symptomen unterscheiden sich die vom kantonsärtzlichen Dienst verlangten Vorgehensweisen zwischen Kindern und Mitarbeiter*innen deutlich, da eine Übertragung von Kindern auf Erwachsene höchst selten ist.

Sobald Kinder Corona-kompatible Symptome zeigen (Husten, laufende Nase, Halsweh), was im Herbst ein zu erwartender Dauerzustand sein wird, muss das Kind von den Eltern beim Kinderarzt vorgestellt werden. Dieser entscheidet, ob ein Corona-Test gemacht wird (in der Regel nicht) und ob das Kind die Kita weiter besuchen darf. Der Entscheid liegt somit einzig beim Kinderarzt.

Zeigt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter Corona-kompatible Symptome, muss dieser sofort die Kita verlassen und sofort einen Corona-Test machen. Während des Wartens auf das Testresultat muss sich die getestete Person in Quarantäne begeben und steht für die Betreuung nicht zur Verfügung. Eine Rückkehr an den Arbeitsplatz ist erst nach negativem Testresultat mit Maske möglich, sofern es der allgemeine Gesundheitszustand erlaubt.

Wir möchten unsere Eltern darauf sensibilisieren, dass aufgrund dieser eindeutigen Regeln eine hohe Absenzenquote in der Kita zu erwarten ist. Wir werden selbstverständlich alles unternehmen, um die Betreuung Ihrer Kinder aufrecht zu erhalten und zudem den notwendigen Betreuungsschlüssel einzuhalten. Durch gruppenübergreifende Vertretungslösungen wird es aber absehbar zu einer sinkenden Konstanz in den Betreuungskonstellationen kommen, wofür wie Sie bereits jetzt um Verständnis bitten.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Mitarbeit und Ihr Verständnis für die wieder ausserordentlicher werdenden Situationen nach einer kurzen Phase der «Fast-Normalität».

 

Wie funktioniert das mit dem Krug?

Es ist Zeit für eine Zwischenmahlzeit und Sybil und Adrian gehen nach dem Händewaschen an den Tisch. Sybil schnappt sich eine Reiswaffel. Als sie Durst bekommt, nimmt sie mit der noch freien Hand den Krug und giesst sich Wasser in ihr Glas. Adrian möchte ebenfalls etwas trinken. Er probiert eine andere Methode als Sybil: mit einer Hand hält er sein Glas und mit der anderen den Krug. Wir lassen Adrian Zeit, herauszufinden wie das Wasser vom Krug im Glas landet. Am Ende ist das Eingiessen des Wassers so spannend, dass wir die Kinder daran erinnern müssen, auch etwas davon zu trinken.

Verfasserin: Alexandra

In den Coiffeur-Beruf eintauchen

Ich habe bei Una beobachtet, dass sie die Haargummis, die sie in der Kita sammelt immer um ihr Handgelenk wickelt. Una behält die Haargummis als Armreifen. Dieses Interesse von Una habe ich aufgegriffen und ein Angebot zum Thema „Coiffeur“ für die Kinder umgesetzt. Die Kinder hatten bei dem Angebot einen Föhn, verschiedene Haarbürsten, Kämme, viele Haargummis die Una den Kindern verteilte und verschiedene Haarspangen zur Verfügung. Bei diesem Angebot könnte Una ihr Interesse an Haarschmuck vertiefen, den Coiffeurbesuch nachspielen, die verschiedenen Strukturen der Haarbürsten und Kämme im Haar und auf der Kopfhaut erleben, die Farben der Haargummis benennen, den Wind des Föhns im Gesicht oder im Haar spüren und vieles mehr.

Verfasserin: Claudia

Ich arbeite mit einer Feile!

Aufgrund einer Bikri-Auswertung für J. (3 Jahre alt) gab es einige Angebote, um mit Feilen zu arbeiten. Besonders gut kam das Speckstein-Feil-Angebot an. Schnell waren Ergebnisse zu erkennen und viele Kinder, wie auch die Freunde von J. machten ebenfalls gerne mit. So konnte J. seinem Interesse nachgehen weiter herauszufinden, wie man mit einer Feile gestalten kann und was dabei entsteht. Auch das Speckstein-Mehl fühlte sich nämlich für einige Kinder spannend und anders an als Sägemehl. Dabei wurde sowohl Kraft (grobmotorisch), wie auch Kontrolle über die Feile (feinmotorisch) benötigt. Ausserdem konnten die Kinder bei diesem Angebot viele Sinne nutzen (Sehen, Hören, Fühlen und auch Riechen).

Verfasserin: Karin

 

Yaras Lieblingslieder

Yara zeigt sehr grosses Interesse am Singen. Dabei hat sie schon richtige Lieblingslieder für sich entdeckt. Diese fordert sie auch ein oder zeigt deutliche Freude (Jauchzen und in die Hände klatschen) wenn eines ihrer Lieder gesungen wird. Zum Beispiel liebt sie das Lied „sibä kugelrundi Säu“ oder „döt äne am Bergli“, welches sie selber als „Holla duli“ bezeichnet. Singen wir die Lieder im Kreis, so hört Yara sehr aufmerksam zu und am Schluss des Liedes benennt sie Schlüsselwörter aus dem Lied. Zum Beispiel beim Lied „Aramsamsam“ benennt sie „guli guli“, was eine „Textpasssage“ aus dem Lied ist.

Verfasserin: Marie-Christine

Das erste mal im Brunnen

Sybil war diesen August, das erste mal am «Wässerle» im Brunnen. Zuerst war sie sehr skeptisch und wollte nicht hinein, als sie dann aber merkte wie angenehm kühl das Wasser war, traute sie sich. Kurze Zeit später fing sie an das Wasser mit einem Litermass umzugiessen und hatte sichtlich grosse Freude daran.

Verfasserin: Olivia

Neues Kita-Jahr – neues Team

Im August beginnen in der Kita-Regenbogen eine Menge neuer Mitarbeiter oder wechseln ihre Gruppe im Rahmen ihrer Ausbildung oder ihres Praktikums. Damit wir das Kita-Jahr möglichst effizient und gut gelaunt angehen  können, findet im August bei den Kleinkindergarten-Gruppen jeweils eine Teamsitzung statt, bei welcher wir uns besser kennenlernen und gemeinsame Erwartungen an die Zusammenarbeit untereinander definieren. Natürlich werden die neuen Mitarbeiter auch in die offene Arbeit mit thematischen Bildungsräumen eingeführt und offene Fragen geklärt.

Verfasser: Ron

Theodor erzählt eine Geschichte

Nach dem Zvieri zieht sich Theodor ins Lichterzimmer zurück. Als Marta ins Lichterzimmer schaut, lädt er sie zu sich auf den Tisch ein und möchte ihr gerne die Geschichte vom Löwen und der Maus erzählen. Marta setzt sich zu Theodor auf den Tisch und dieser beginnt das Buch zu erzählen. Mit aufgeregter Stimme und in unterschiedlichen Stimmlagen erzählt Theodor Marta die Geschichte. Er unterstreicht die Geschichte immer wieder mit grossen und dramatischen Körperbewegungen, was mit dem grossen Buch auf dem Schoss gar nicht so einfach war. Marta scheint Theodor aufmerksam zuzuhören und schnell beginnt ein Gespräch über den grossen und gefährlichen Löwen und die kleine Maus.

Bilderbücher:

Bilderbücher und regelmässiges Vorlesen fördert Kinder in ihrer Entwicklung. Sie werden in ihrer Fantasie und Kreativität wie auch in ihrer Sprachentwicklung gefördert. Kinder kommen zum ersten Mal mit Literatur in Kontakt und nehmen unbewusst verschiedene Erzähl- und Sprachmuster auf und hören wie diese klingen.

Bilderbücher geben Anlass zu verschiedenen Alltagsgesprächen und Kinder haben die Möglichkeit sich mit verschiedenen Themen wie zum Beispiel Freundschaft, Mut, Konflikte, Gefühle oder Diversität auseinander zu setzten.

Verfasserin: Linda

 

 

Das Rollenspiel

Seit mehreren Tagen verwandeln sich die Kinder in Tiere. Heute ist Jamie der Hund und wird von Caia an der Leine spazieren geführt. Später legt sich der Hund Jamie zum Schlafen auf den Boden. Caia macht seine Leine mit mehreren Knöpfen fest am Pfosten. Danach wird der Hund zugedeckt und mehrere Kinder kommen ihn streicheln als er am Einschlafen ist. Der Hund liegt ganz ruhig und geniesst die Aufmerksamkeit und die Berührungen der Kinder.

Verfasserin: Claudia

 

Zeigt her eure Füsse!

Die Kinder bemalen im Kreativ-Bereich ihre Füsse gegenseitig – hihi wie das kitzelt. Wenn sich das Gegenüber fest bewegt, ist es ja gar nicht so einfach. Unsere Spuren hinterlassen wir auf einer grossflächig ausgelegten
Papierfläche. Es ist spannend, wie unterschiedlich unsere Fussabdrücke aussehen. Weil die Kindergärtner mittlerweile ausgetreten sind und ihr Abschiedskalender nicht mehr hängt, haben wir im Eingangsbereich Platz
für unser neu geschaffenes Kunstwerk. So weiss auch gleich jeder, dass in der Kita-Regenbogen ein bunter Haufen an unterschiedlichen Menschen Tag für Tag Spuren hinterlässt.

Verfasser: Ron