Online-Tagebuch

Spannendes vom Lichterkasten

Während der Sektorenübergreifenden Zeit bieten wir den Kindern verschiedene Angebote passend zum jeweiligen Bildungsraum an. Der Lichtkasten mit den farbigen Plexiglasklötzen fand grossen Anklang bei
allen Kindern und eignet sich gut für unser Thema „Kreativität“. Durch das helle Licht des Kastens leuchten die verschiedenen Farben besonders stark. Sie können so unterschiedlich wahrgenommen werden und die Kinder erleben visuelle Lichteffekte. Die einen Kinder begannen sogar die einzelnen Klötze nach den Farben passend zu benennen oder bauten auch Türme daraus.

Verfasserin: Nadin

Das Konzert

Wir bereiten uns auf ein Konzert vor. In der Gruppe üben wir verschiedene Instrumente und spielen Rhythmen. Lara übernimmt die Leitung der Band und gibt den Takt vor. Nachdem wir fleissig geprobt haben, bauen wir eine Bühne auf und arrangieren die Instrumente. Damit unsere Musik auch Gehör findet, gehen die Kinder in der Kita umher und laden Kinder und Mitarbeiter ein. Für unsere Gäste bauen wir eine Sitzecke ein. Claudia ist unser Sondergast und überschüttet die Kinder mit tosendem Applaus!

In der Band waren: Lara und Oscar von der Gruppe Orange und Teo, Nayra und Julie von der Gruppe Lila.

Verfasserin: Rebecca

 

Wir machen Feuer!

Schon mehrere Tage hintereinander machen Elior und Luna ein Feuer auf der Gruppe. Sie sammeln Holz (Bauklötze) und legen alle zusammen an einen Ort. Heute stellen sie alle Bauklötze senkrecht in einem Kreis neben einander auf. Schon bald wir der Platz eng zwischen den Bauklötzen. Der erste Bauklotz fällt um und dadurch gibt es eine Kettenreaktion und alle anderen fallen auch um. Luna und Elior lachen zusammen und beginnen von neuem das Feuer aufzustellen. Elior sagt zu Luna:»Das Feuer ist heiss!» und das Rollenspiel geht weiter.

Das „Rollenspiel“ ist ein festes, von Kindern thematisch geleitetes Zusammenspiel von mindestens zwei Personen, die sich in fiktive Rollen begeben (haben). Meist sind es Darstellungen von Personen und Situationen, die Kinder erlebt haben oder in ihrer Vorstellung so erleben wollen. Im Rollenspiel erproben Kinder ihre eigenen Verhaltensweisen oder nutzen es zur Verarbeitung von erlebten Situationen aus ihrem Alltag. Je jünger die Kinder sind, desto einfacher sind diese Rollenspiele, und mit zunehmendem Alter werden sie immer differenzierter und umfassender, bis sie in einem so genannten „sozialen Rollenspiel“ enden. Hierbei werden die Rollen exakt verteilt und spielerisch immer differenzierter ausgefüllt; die benutzten Requisiten ähneln immer stärker den Gegenständen ihrer Realität; und die Ansprüche an soziale, emotionale und kognitive Kompetenzen steigen mit der Zunahme an der Rollenspielkomplexität. Durch das Rollenspiel versuchen Kinder unbewusst, die von ihnen dargestellten Situationen besser zu verstehen, neu wahrzunehmen und differenzierter zu durchschauen, ihre Lebenssituation zu stabilisieren und durch die spielerische Darstellung ihre erlebten Gefühle auszudrücken. Sofern das Rollenspiel als Verarbeitungshilfe dienen soll, kann es ihnen helfen, einen neuen Abstand zur erlebten oder in der Zukunft anstehenden Situation zu gewinnen, auch um mögliche Handlungsalternativen zu finden und ausprobieren zu können.

Verfasserin: Claudia

Wenn Essen eine Leidenschaft ist

Verfasserin: Olivia

Ein sonnig warmer Waldtag im Januar

Heute ist es für einen Tag im Januar angenehm warm und wir freuen uns jetzt schon auf unseren Waldnachmittag. Heute zum ersten Mal neu mit dabei sind Lino, Ella und Marta. Lino meinte nach dem Waldnachmittag sogar, dass er gerne wieder mitkommen wolle. Lara, Smilla, Ada und Cléo sind schon öfter mitgekommen. Heute nehmen wir uns etwas länger Zeit für den Weg zum Waldplatz. Ada sucht mit Cléo spuren am Boden. Die anderen Kinder verweilen sich damit, Stecken zu sammeln oder Kieselsteine aufzulesen. Am Waldplatz angekommen wollen die Kinder zuerst Trinken und Essen, sie haben alle hunger. Nach der Stärkung spielen wir noch eine Weile im Wald, bevor wir uns dann wieder auf den  Rückweg begeben.

Verfasserin: Martina

Ein Ausflug auf den Piratenspielplatz

Nach dem Mittagsschlaf haben wir die Kinder gefragt, wo sie hingehen möchten. Sie antworteten «Spielplatz». Um Abwechslung zu haben, entschlossen wir uns den Piratenspielplatz (Am Wasser 55, 8049 Zürich) zu besuchen. Ganz nach dem Motto «der Weg ist das Ziel» genossen wir die Tramfahrt und beobachteten von der Brücke aus, die Limmat. Als wir ankamen erkundeten Leo und Una die Rutschbahn. Sie kletterten den Turm hoch und nach ein bisschen Beobachtungszeit trauten sie sich zu rutschen. Dies wiederholten sie dann einige Male und wurden immer mutiger. Wir traten früh genug den Rückweg an, damit nochmals alles unterwegs erkundet werden konnte.

Verfasserin: Alexandra

 

«Alle Jahre wieder»

Alle Jahre wieder stimmen wir uns musikalisch auf die Weihnachtszeit ein. Mit speziellen Singkarten über den bevorstehenden Winter, die Weihnachtszeit und den Samichlaus stimmen wir uns auf die besinnliche Zeit ein. Begleitet wird der Singkreis mit Glöckchen, Tieren, die in den Liedern vorkommen und einer Kerze. Die Kinder können die Lieder selber auswählen und mit den Utensilien begleiten. Salome, Neva und Elin sitzen gemeinsam auf dem Schlitten. Nevio, Theo, Tilia und Marta zeigen die Glöckchen und einen Esel. In diesem Sinne wünschen wir Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute fürs neue Jahr!

Verfasserin: Rebecca

 

Vom Kleinsein zum Einstein

Im Bereich der Naturwissenschaften und der Mathematik haben wir uns im November den Zahlen und Mengen zugewandt. In verschiedenen Spielen und Angeboten haben wir uns mit Mengen und Zahlen auseinandergesetzt. Es ging darum, die Reihenfolge der Zahlen kennenzulernen, verschiedene Mengen zu unterscheiden, analoge Zahlen zu erkennen und zu benutzen und darum Objekte zu sortieren. Kinder erkennen schon früh verschiedene Mengen. So reagieren bereits Säuglinge unterschiedlich auf kleine und grosse Mengen, indem sie sie unterschiedlich lange anschauen, dies jedoch nur, wenn der Mengenunterschied genug gross ist, in einem Verhältnis von mindestens 1:2. Auch das Verständnis von Eins-zu-Eins-Zuordnung von Objekten ist eine wichtige Erkenntnis bei der Entwicklung der mathematischen Fähigkeiten. Diese Eins-zu-Eins-Zuordnung erleben Kinder oft im Alltag, eine Socke kommt an einen Fuss, für zwei Füsse brauchen wir also zwei Socken oder beim Mittagessen brauchen wir für vier Kinder vier Teller, Gabeln, Löffel und Gläser. Schnell erkennen Kinder, dass zwei Kekse für drei Kinder nicht ausreichen werden.

Im Kleinkindalter lernen die Kinder die Zahlenwörter und ihre feste Reihenfolge kennen. Dazu kommt das Kardinalitätsprinzip, welches aussagt, dass das zuletzt genannte Zahlenwort der Gesamtsumme der Objekte entspricht. Diese Fähigkeiten stellen die Grundvoraussetzungen für das korrekte Zählen und vergleichen von Mengen dar.

Verfasserin: Linda

Quelle: Herber, Viktoria/ Pauen, Sabina (2009): Vom Kleinsein zum Einstein. Cornelsen Verlag, 1. Auflage

Wo ghört das nur ane?

Während der offenen Arbeit geht Alma auf die Gruppe Gelb in den Bau und Konstruktionsbereich. Dort sind auf dem Tisch einige Puzzles vorbereitet. Alma entdeckt das Zahlenpuzzle und leert es um. Dann
beginnt sie Stück für Stück die einzelnen Teile in die richtige Form zu setzen. Dabei braucht sie viel Konzentration und Geduld. Sie probiert die verschiedenen Zahlen bei mehreren Zahlen aus, bis sie den  richtigen Platz gefunden hat. Als sie das schafft, freut sie sich und beginnt mit der nächsten Zahl. Bis das ganze Puzzle geschafft ist.

Verfasserin: Ladina

Oh nein, es regnet!

Es gibt kein schlechtes Wetter nur keine wettergerechte Kleidung. Wir ziehen uns wettergerecht an und machen uns auf den Weg zur Josefwiese. Was sollen wir nur machen bei dem Wetter? Die Kinder haben schnell eine Lösung dazu gefunden. Eine lange Pfütze lockt sie heraus und sofort entsteht ein Wettrennen durch das viele Wasser. Plötzlich entdecken wir noch einen Krebs in Form von einem Ast, der bald im Wasser schwimmt. Alles Wasser läuft in den Gulli- Deckel. Wie das tönt und rauscht. Wir werfen Kieselsteine hinein und sofort sind sie verschwunden. Wir hatten alle einen riesen Spass.

Kinder erleben die Natur mit allen Sinnen und viel intensiver als Erwachsene, weil das meiste für sie interessant ist. Da sie dem Boden näher sind, sehen sie auch mehr kleine Dinge (z.B. Äste, die aussehen wie Krebse, Käfer, Würmer, kleine Steine….). Die unterschiedliche Beschaffenheit des Untergrunds wird beim Betrachten oder Befühlen wahrgenommen. In der Natur können somit alle Kompetenzen in den verschiedenen Jahreszeiten und Wetterlagen erlebt werden. Die Natur ist aber nur ein Teil des Draußen: Das „große Draußen“ umfasst auch die „bebaute“ Welt. Kinder sind von allem fasziniert, was außerhalb der Wohnungs- und Kita-Mauern liegt: von Baustellen, Bahnhöfen, Fahrzeugen, Unterführungen usw. Im „großen Draußen“ finden Kinder Realsituationen vor, in denen es Sinn macht, zu beobachten, zu fragen, zu forschen, zu lernen.

Verfasserin: Claudia