Online-Tagebuch

Schon bald kommt der Samichlaus

Der Winter steht vor der Tür, die Temperaturen sinken und die Kinder wissen, wer schon bald mit seinem Esel durch den Wald geht. 
Damit wir bereit sind für den Wintereinbruch, die Weihnachtszeit und den Samichlaus, üben wir bereits verschiedene Lieder. 
Heute haben wir einen Singkreis gemacht zu diesen Themen. 
Wir waren tanzende Schneeflocken, sind Schlitten gefahren, haben eine Laterne angezündet und Lieder über Zimmetsterne und den Grittibänz gesungen. Die Kinder sind voller Vorfreude und haben vieles vom vergangenen Jahr erzählt und was sie wider alles im Schnee machen können. Im Kreis dabei waren Nino, Nayra, Elen, Seraina, Julia, Ava, Neva und Tilia.

Verfasserin: Rebecca

Gebrannte Mandeln vom Regenbogen-Marktstand

Für unseren Markstand, der einmal im Monat für Eltern und Kinder im Eingangsbereich bereit steht, stellen wir passend zur Jahreszeit selbstgemachte Mandeln her. Ich finde es sehr spannend aber auch nicht ganz so einfach für die Kinder, weil es wirklich viel Geduld benötigt, bis der Zucker karamelisiert und weil man die Mandeln im Zuckerwasser lange kochen und immer wieder umrühren muss. Die meisten Kinder aber fanden es gar nicht so schlimm.

Der ganze Ernährungsbereich roch nach dem feinen Duft von gebrannten Mandeln und Gabriel sagt es laut und deutlich „mmmm, köstlich wie das duftet!“ Selbstverständlich probierten wir von den Mandeln und alle fanden die süsse Versuchung sehr gut.

Den Kindern habe ich erklärt, dass wir dieses Produkt dann im Markstand verkaufen werden und so freuten sich alle darauf, sich mit Mami oder Papi ein Säcklein zu kaufen. So lernen die Kinder, das ein Produkt, wie zum Beispiel das Brot beim Becker oder auch andere Produkte im Laden zuerst aus einzelnen Zutaten zubereitet werden müssen um anschliessend im Laden gekauft werden zu können.

Es lohnt sich wirklich, auch mal zu Hause gebrannte Mandeln herzustellen, denn der Prozess ist wirklich sehr spannend. Wenn das Zucker/ Wasser-Gemisch einkocht und das Wasser verdampft ist, wird es ganz fest und sieht aus wie grober Zucker, der dann durch weiteres Erhitzen langsam zu karamelisieren beginnt. Zudem sind die gebrannten Mandeln ein feines Mitbringsel, wenn man jemandem eine Freunde machen möchte.

Zutaten

• ½ dl Wasser
• 1 TL Vanillezucker
• 100 g Zucker
• ½ TL Sandelholzpulver, nach Belieben (für die Farbe)
• 100 g ungeschälte Mandeln

Zubereitung

Wasser und Zutaten bis und mit Sandelholz in einer Gusseisen- oder Chromstahlpfanne aufkochen. Die ungeschälten, ganzen Mandeln zugeben und Flüssigkeit unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze einkochen, bis der Zucker trocken wird. Weiterrühren, bis der Zucker wieder leicht zu schmelzen beginnt und die Mandeln glänzend überzieht. Mandeln sofort auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und auskühlen lassen.

Verfasserin: Martina

Die Kleinkindergärtner auf Reisen

Am 4. November gingen wir in den Tierpark Arth-Goldau. Wir nahmen den Zug und die kurze Strecke den Bus bis zum Eingang. Die Kinder konnten auf der Reise schon einmal in Tierbüchern schmöckern und einen kleinen Snack spendiert von Noam geniessen. Mmm die Muffins waren lecker. Danach betraten wir den Park. Schon bald konnten die Kinder Tiere sehen. Dann ging es ins Freilaufgehege. Sophia und Anna Nina Catarina freuten sich über die gorssen Geissen und Geissböcke, welche zu uns kamen und streichelten sie und rannten ihnen nach. Die jüngeren Kinder freute diese Zutraulichkeit der grossen Tiere anfangs gar nicht. Einige hatten regelrecht Angst, als der grosse Bock mit den riesigen Hörnern ihnen nahe kam. Also gingen wir schnell weiter. Wir kamen zu einem Teich und konnten Enten beobachten, das beruhigte die Gruppe wieder. Danach liefen wir den Weg weiter und kamen zu zwei Spielplätzen, welche rege genutzt wurden. Während wir zu den Bären gingen und auch versuchten einen Blick auf die Wölfe zu erhaschen, dafür aber mehr Lachse zu sehen bekamen, wurde ein Feuer für unser Mittagessen vorbereitet. Nachdem wir den Hügel erklimmt hatten gab es Servelat, Haloumi und ABC-Teigwaren- und Reissalat. Später beobachteten wir noch die grossen und kleinen Wildkatzen. Auf dem Rückweg konnten auch die jüngeren Kinder ihre Angst vor freilaufenden Geissen und Rehen überwinden, denn nun trauten sie sich auch diesen Futter hinzuwerfen. Erschöpft, aber voller neuer Eindrücke nahmen wir unser Zvieri im Zug ein und fuhren nach Hause.

Verfasserin: Karin

Viele bunte Knöpfe

„Ich han es Hus gmacht!“ meint eines der Kinder zu mir, während sie die Knöpfe anordnet, sortiert und vergleicht. Es herrscht eine ruhige und konzentrierte Atmosphäre. Die Tätigkeit mit den verschieden farbigen Knöpfen hat sowohl etwas Meditatives wie beim Mandala herstellen, wie auch etwas sehr Kreatives und Ästhetisches. Das Material selbst ist ein Knopf, klar in der Form und im Wesen. Knöpfe finden wir an Jacken, Pullovern, Röcken, Blusen etc. Rein als funktioneller Alltagsgegenstand oder als Zierde an Kleidungsstücken. Doch als gezieltes Alltags-Angebot lösen sie bei den Kindern noch viel mehr aus als „ein Knopf ist ein Knopf und der befindet sich an einer Jacke“. Die Kinder staunen über die vielen verschiedenen Knöpfe, freuen sich über besondere Knopf-Entdeckungen, tauschen sich mit dem Erwachsenen oder dem Kind neben sich aus, kommen so in ein Gespräch darüber welche Knöpfe ihnen besonders gefallen, welche Knöpfe gross oder klein sind und Ähnlichkeiten haben oder lassen innere Vorstellungen nach Aussen sichtbar werden. „Ich han es Huus gmacht!“

Verfasserin: Nadina

Partizipation im Alltag

Der Begriff der Partizipation (lat. particeps = teilhabend) bezeichnet grundsätzlich verschiedene Formen von Beteiligung, Teilhabe und Mitbestimmung. Die Kinder bringen in einem von Wertschätzung geprägten Dialog sich und ihre Ideen ein, es geht um gemeinsames Handeln, Planen und Mitentscheiden im Alltag. Die Grundhaltung für partizipative
Prozesse ist, die Kinder als Experten in eigener Sache zu sehen. Für den Aufbau eines gesunden Selbstvertrauen sowie Selbstwertes, ist es wichtig, dass sich ein Kind von klein auf als jemand erfährt, der Dinge bewirken kann, also die Selbstwirksamkeitserfahrung. Ab 18 Monaten entwickelt das Kind eine Vorstellung vom Ich, erkennt sich im Spiegel und erfährt sich erstmals als handelnde Person. Heute gibt es Beerenjoghurt zum Zvieri und Emil sowie Jonathan sind selbständig in der Lage sich ihre Portion mit dem grossen Schöpflöffel zu schöpfen. Sie schätzen und geniessen diese Selbständigkeit sehr.

Verfasserin: Nadin

Vorbereitete Spielumgebung – oder wie wir den Raum als dritten Erzieher nutzen

Am Morgen richten wir die Zimmer ein und durch den Tag räumen wir die Zimmer immer wider auf. Dabei stellen wir die Dinge nicht einfach in die Regale oder auf den Boden, sondern stellen sie ansprechend hin. Denn so entstehen neue Ideen, es regt zum selbständigen und vertieften Spielen an und es macht so viel mehr Freude, alles wieder auszuräumen.

Zudem ist die Vorbereitete Spielumgebung eine Hilfe für Übergänge; am Morgen um in der Kita anzukommen und durch den Tag bei den offenen Zeitfenstern. Weiter hilft das regelmässige Aufräumen gegen die Gefahr einer Reizüberflutung. Denn wenn man den Boden vor lauter Spielsachen nicht sieht, fällt es schwer sich zu entscheiden und zu vertiefen.

Wir stellen zum Beispiel mögliche Szenarien im Raum nach. So decken wir eine Puppe im Bett zu, eine darf in die Hängematte, die Dritte genießt ein Bad mit Quietscheentchen. Wir stellen dabei immer wider Situationen aus dem Alltag der Kinder nach, was sich gerade im Bildungsraum „Soziale Bezüge und Rollenspiel“ anbietet. So bekommt die eine  Puppe eine Schüssel mit Brei und Löffel, die nächste hält den Schoppen und die Letzte ist bereit zum Wickeln inklusive einem Wickeltuch, Windeln und Tüchern zum waschen.

Wir nutzen die offenen Regale als Präsentierteller, teilen die Fächer nach Themen ein, legen die Spielsachen wie im Laden hin und überladen die Fläche nicht. Die Stühle, Tische und Körbe nutzen wir als Erhöhungen und somit zur Präsentation außerhalb der Regale.

Verfasserin: Bea

Hallo, hier bin ich!

Wie man auf den Fotos sehen kann, wird die Küche von den Kindern nicht nur zum Kochen benutzt. Im Moment klettern die Kinder oft entweder durch die Tür oder von oben hinein in das Abwachbecken. Angefangen hat Constantin mit diesem Spiel und die anderen Kinder haben ihn dabei beobachtet und es ihm nachgemacht. Dies erfordert viel Geschick und Beweglichkeit.

Verfasserin: Steffi

Die vorbereitete Spielumgebung im Bildungsraum

In der Kita Regenbogen arbeiten wir mit Bildungsräumen. Dies bedeutet, dass jeder Raum ein eigenes Thema hat. Auf der Gruppe Türkis haben wir den Bildungsraum Musik und Bewegung. Unser Ziel ist es, den Raum täglich nach den Interessen der Kinder herzurichten und die Themen Musik und Bewegung einfliessen zu
lassen. Da das Interesse an Fahrzeugen momentan auf der Gruppe Türkis sehr gross ist, haben wir auch dies zusätzlich in die Raumgestaltung miteinfliessen lassen. So können die Kinder jederzeit ihren Interessen nachgehen und wir bieten abwechslungsreiche Spielmaterialien an.

Verfasserin: Alina

 

Vertieftes Rollenspiel

Heute ist es im Sektor der Kleinkindergartengruppen recht ruhig, es ist Ferienzeit. Ich beobachte Lily, Lotta und Hanna im Raumverbund „soziale Bezüge“. Sie „kochen“ und decken den Tisch, sitzen danach hin und „essen“. In diesem Spiel sind sie sehr konzentriert. Die drei Mädchen spielen eine Szene nach, die sie Zuhause oder auch in der Kita immer wieder von den Erwachsenen beobachten.
Mit dem zweiten Lebensjahr beginnen Kinder alltägliche Situationen nachzuahmen. Die Kinder in diesem Alter lieben es, wenn wir sie auch bei alltäglichen Hausarbeiten miteinbeziehen, sei es die Wäsche zusammenzufalten, im Garten arbeiten oder eben den Tisch zu decken. Diese Spiele sind grosse Anreize für die kognitive Entwicklung des Kindes und helfen ihnen, sich ein Bild von sich selbst zu machen und ein Identitätsgefühl zu entwickeln.

Verfasserin: Isabelle

Elen möchte zum Flughafen

Elens Mutter erzählte mir, dass Elen sich wünscht, mit der Kita den Flughafen zu besuchen. Also machen wir uns ein paar Tage später mit der S-Bahn auf den Weg. Unterwegs schauen die Kinder aus dem Fenster und finden vor allem die Tunnel unterwegs äusserst spannend.

Nach dem aufregenden Sicherheits-Check erreichen wir die Zuschauerterasse mit dem Flughafen-Themen-Spielplatz auf dem die Kinder sich ausgiebig austoben können.
Natürlich beobachten wir auch ein paar Flugzeuge beim Landen und Starten.

Verfasser: Ronald