Online-Tagebuch

Gruppe Rot im Bewegungsraum

Das Thema Bewegung ist momentan auf der Gruppe Rot sehr aktuell. Schon Tage zuvor haben sich die Kinder gewünscht, wieder einmal den Bewegungsraum zu besuchen. So auch heute. Wir haben uns dann entschlossen, mit der Gruppe in den Bewegungsraum zu gehen. Die Freude war gross, als die Kinder das grosse „Fallschirmtuch“, das eher wie ein grosses Trampolin aussieht und an der Decke hängt, sahen. Alle wollten es ausprobieren. Wenn man darin liegt oder sitzt kann man sich schön schaukeln lassen. Natürlich war auch unser „Böllelibad“ ein grosser Hit. Als die Kinder nach dem Zvieri wieder auf der Stammgruppe waren, merkten wir, wie ausgepowert sie waren. Sie malten etwas oder  schauten sich ein Buch an. Wir freuen uns immer, wenn wir auf die Interessen der Kinder eingehen können.

Verfasserin: Isabelle

Aus der Kreativ-Werkstatt

Es ist erstaunlich, was diese einfache Folientechnik mit Farben bewirken kann. Das Interesse der Kinder weckte es sogleich und sie fuhren mit ihren Fingern über die Folie und verstrichen so die Farben darunter. So ergeben sich auch schöne Farbverläufe sowie kreative Muster auf dem Papier. Die Kinder brachten auch ihre eigene Idee in den Prozess mit ein, was ich sehr spannend fand. Sie fingen nämlich an mit Kugeln über die Folie hin und her zu fahren. So hinterliessen sie eine Spur in der Farbe, welche sich von der Kugel bildete. Alle Kinder probierten auch diese Technik aus und waren interessiert und fokussiert bei diesem Experiment dabei.

Verfasserin: Nadin

 

Sinnesparcours

Über eine Beobachtungsauswertung eines Kindes im vorderen Bereich der Kleinkindergarten Gruppen entstand die Idee eine Angebot zu kreieren, welches die Sensumotorik anspricht und den Kindern über verschiedene Materialien Sinneseindrücke vermittelt. Dabei verwendete ich ausschliesslich Naturmaterialien. Der Sinnesparcours bestand aus Erde, Zwiebelschalen, Steinen und einer Korkunterlage.

Mit gespannter Neugier und regem Interesse forschten die Kinder mit ihren nackten Füssen den Eindrücken nach, welche die Naturmaterialen hinterliessen. Es kamen Ausrufe wie „das piekst“,“ es ist warm“ oder „es kitzelt“. Eines der Kinder entdeckte die gefüllten Sandsäcke und baute diese in sein Forschen und Spielen mit ein. Nicht nur über ihre Füsse spürten die Kinder nach, auch die Hände, der Mund und die Hautfläche kamen zum Einsatz, indem sie Eiskugeln nachfühlten.

Verfasserin: Nadina

Die Eisenbahnbrücke-Der Weg ist das Ziel

Teo beginnt auf einer Holzkiste mit dem Bau seiner Brio-Bahn. Da der Platz stark begrenzt ist, kann er schon bald nicht mehr weiterbauen. Er fragt mich, ob ich ihm beim Weiterbauen helfen kann und ich frage ihn, ob er denn eine Brücke rüber auf das Sideboard bauen möchte. Durch Nachfragen, was wir denn machen könnten, damit die Brücke hält, kommt Teo auf die Idee, eine Stütze aus Holzklötzen zu bauen. Statt Teo fertige Lösungen vorzugeben, fordere ich seine eigene Problemlösungsfähigkeit mit Fragen heraus, so dass er letztendlich selber Möglichkeiten findet, die es ihm ermöglichen seine Brücke fertigzustellen.

Verfasser: Ronald

Gemeinsam schaffen wir es!

Olivia und Zoé konstruieren gemeinsam einen hohen Turm. Olivias Ziel ist, dass der Turm so gross wie sie ist. Zwischendurch überprüft sie die Höhe des Turms und baut motiviert weiter, als er noch nicht die gewünschte Höhe erreicht hat. Zoé versucht die einzelnen Elemente ineinander zu stecken. Es klappt nicht so richtig, die einzelnen Elemente wollen nicht aufeinander halten. Zoé hat eine andere Idee wie sie Olivia unterstützen kann. Sie bringt Olivia die einzelnen Elemente und Olivia steckt sie zusammen. Olivia hat herausgefunden, dass nach dem grünen Element ein Violettes oder Blaues folgt und danach wieder ein Grünes. So halten sie aufeinander. Oh, jetzt schwankt der Turm, sofort richtet Olivia ihn wieder. Bald ist es geschafft und der Turm hat die erwünschte Höhe erreicht. Zoé und Olivia befestigen noch die Zahnräder an den Seiten. Beide strahlen als das Werk vollbracht ist.

Oft verstehen sich zwei Kinder ohne Worte, sie können an den Gestiken und der Mimik ablesen, was das Gegenüber möchte. Bei Zoé und Olivia war es genau so, ohne Worte dafür mit viel Spürsinn haben sie Hand in Hand als Team „gearbeitet“.

Verfasserin: Claudia

Soleils Yoga-Lektion

Heute morgen hatte ich die Idee, wieder einmal eine Kinderyoga-Lektion anzubieten. Ich stellte das Angebot im Morgenkreis vor und Felix, Nayra, Benjamin und Paula kamen mit. Für die Kinderyoga-Lektion habe ich leise Musik laufen gelassen, Matratzen auf dem Boden verteilt und so hat die Lektion begonnen. Ich zeigte den teilnehmenden Kindern ein paar Übungen vor, die ich beim letzten ÜK (überbetrieblicher Kurs) gelernt habe. Die Kinder machten die Übungen gerne nach, dies habe ich erkannt, weil sie gekichert haben. Doch mir war wichtig, dass wir die Übungen auch gemeinsam vorzeigen können. So haben auch die Kinder einmal die Führung übernommen und ich machte die Übungen nach. Irgendwann merkte ich, dass die Kinder springen und sich rollen. So wechselte ich das Thema. Wir holten Reifen und Autopneus und legten die Matratzen zusammen. Es entstand ein Bewegungsspiel, bei dem die Kinder durch die Reifen kriechen oder hüpfen konnten. Ich achtete mich, dass sie eine Reihe machen und versuchen geduldig zu sein, dass es möglichst kein Zusammenstoss gibt beim Turnen!

Verfasserin: Soleil

 

Von Beginn an vertraut

Max 5 Monate und Alma 10 Monate sind seit dem August neu auf der Gruppe Blau. Beide sind am Mittwoch auf der Gruppe und so kam es zu einer sehr schönen Begegnung. Max hatte gerade geschlafen und ich legte ihn auf einen seiner Lieblingsplätze gleich beim Spiegel. Alma war dort gerade am Bücher anschauen. Als ich Max hingelegt hatte, hat sie aufgeblickt und ist dann ganz nahe an Max heran gesessen. Er seinerseits hat sie gleich mit seinem Blick fixiert und bald darauf das erste Mal angelächelt. Es folgte ein langer Blickkontakt. Dann hat sich Alma auf seinem Bauch aufgestützt und sich ganz nahe über sein Gesicht gebeugt, Max hat gelächelt. Alma ging dann etwas von Max hinunter und hat seine nackten Füße, die freudig strampelten, untersucht. Dann legte sie sich zuerst neben ihn auf die Matte und kurz darauf auch auf seine Beine und später auf den Bauch. Max fasste sie jeweils am Kopf an und so lagen die beiden mehrere Minuten bevor sie wieder die Position wechselten. Es wirkte sehr vertraut und ruhig. Auch weiterhin genießen diese beiden den Kontakt, wenn sie sich am gemeinsamen Betreuungstag zwischen schlafen und essen einmal treffen. Alma sitzt jeweils sehr nahe an Max und Max betrachtet Alma immer lange und lächelt.

Verfasserin: Bea

Liebe grüsse von den Regenbogen-Gärtnern

In unserem Urbangarten pflanzten wir ja im Juni Tomatensetzlinge, welche wir diesen Sommer mit reichlich Wasser gemeinsam mit den Kindern versorgten, hegten und pflegten. Immer wider durften wir feine Cherry-Tomaten pflücken. Der Sommer geht langsam dem Ende entgegen aber es hat noch viele unreife Tomaten an den Zweigen, welche wir heute ernten wollen. Samy, Lilli, Noam und Louis Luc wollen mir helfen die zweige abzuschneiden und anschliessend im Gang auf einer Blache zu ernten. Die unreifen Tomaten reifen. Im Spätsommer und Herbst tragen viele Tomatenpflanzen noch jede Menge grüne Früchte. Sind die Temperaturen niedrig und scheint die Sonne selten, können die Tomaten draußen nicht mehr ausreifen. Zum Wegwerfen sind die grünen Früchte allerdings zu schade. Die unreifen Tomaten sollten deshalb abgepflückt und zum Nachreifen in die Wohnung geholt werden.

Wissenswertes:

Die grünen Tomaten ganz einfach in Zeitungspapier einwickeln oder in eine Papiertüte legen. So verpackt kommen die Tomaten in einen möglichst warmen Raum, ideal sind 18 bis 20 Grad. Licht brauchen die Tomaten zum Nachreifen nicht. Nach wenigen Tagen sollten die Tomaten sich rot verfärbt haben. Das Nachreifen kann durch einen dazu gelegten Apfel beschleunigt werden. Der Apfel sondert ein Reifegas aus, das den Vorgang unterstützt.

Wir sind sehr gespannt ob dieses Experiment wirklich funktioniert. Den Kindern erkläre ich den Vorgang und für einige Mitarbeiter war diese Vorgehensweise unbekannt. Im Gang halfen dann auch weitere Kinder am Angebot mit und ernteten die unreifen Tomaten. Eine Kartonkiste statteten wir mit Zeitungen aus und breiteten die abgelesenen unreifen Tomaten darauf aus und legten wie beschrieben ein paar Äpfel mit dazu. Jetzt heisst es abwarten und beobachten, wie die Tomaten nachreifen. Die Tomaten werden wir dann, wenn es funktioniert hat, zum Zvieri geniessen.

Verfasserin: Martina

Selbstgemachte Gonfi mit Zwetschgen vom Scheidegger-Bauernhof

Es war eine zwetschgenreiche Ernte dieses Jahr. Meine Mutter fragte sich, was sie mit den ganzen Zwetschgen machen könnte, denn sie wusste langsam nicht mehr wohin mit diesen feinen Früchten. Ich fragte meine Mutter, ob sie nicht ca. 4 kg unserer Kita spenden wolle. Sie freute sich sehr über diese Frage und willigte sofort ein.

Heute, am 6. September, war es nun soweit. An einem Angebot im Ernährungsbereich haben Lilli, Maya, Seraina, Noel, Louis Luc, Ava, Ada, Lotta und Rohan die Zwetschgen entkernt und in kleine Stücke geschnitten. Ich war erstaunt, wie gut alle mit dem Messer umgehen können. Die Früchte wurden im Handumdrehen verarbeitet. Es war sehr schön zu beobachten, wie die Kinder über ihre Tätigkeiten staunten und stolz auf ihr können sind. Noel meinte, es wäre „mega cool“. Ava hatte plötzlich lust, die Zwetschgen zu probieren. Natürlich willigte ich ein, dass sie die fein duftenden Zwetschgen probieren durften. Auch die anderen Kinder probierten von den Zwetschgen. Die geschnittenen Früchte gaben wir in einen Kochtopf und vermengten sie mit Zucker. Dieses Gemisch kochten wir dann ein und pürierten es zu einer feinen Konfitüre. Die noch heisse Konfitüre gab ich in einen speziellen Porzioniertrichter, welchen die Kinder unter meiner Aufsicht dann in die Konfitürengläser abfüllen konnten.

Die Konfitüre behalten wir für einen speziellen Anlass und sicher einmal für einen Zvieri.

Verfasserin: Martina

Luft-Polsterung

Kürzlich haben wir ein Materialpaket erhalten, darin waren zudem einige Luft-Polster. Diese Gelegenheit nutzten wir sofort und experimentierten damit. Was kann man alles damit machen? Zuerst erkundeten wir den grundsätzlichen Zweck nämlich die Polsterung. Wie fühlt es sich an, wenn unser Piratenschiff auf einmal eine weiche Wand hat? Das Bäby bekam ein Kuschelbett. Und auch als Polsterung für den Popo war dieses Verpackungsmaterial sehr gut geeignet. So wurde es schnell zu einem Sitzkissen. Platzt die Luft eigentlich heraus, wenn man sich darauf setzt? Oder nur, wenn man sich sehr schnell und grob setzt? Dies waren die Fragen, welche vor einem Testlauf aufkamen. Scheinbar hielt die Polsterung viel aus. Aber vielleicht kann man die mit Luft gefüllten Bereiche von Hand oder mit dem Fuss zum Platzen bringen? Mit nur einem Fuss klappt es nicht. Es scheint teilweise schwieriger zu sein, als von den Kindern erwartet. Wir suchten Löcher oder Wege, wohin die Luft verschwinden konnte, wenn sie dann doch auf einmal immer weniger zu werden schien. Ab und zu gab es auch einen lauten Knall, der begeistert mit Applaus empfangen wurde. Was kann man noch damit machen? Männchen, Blumen oder Bäume daraus basteln? Die Folie als Hut oder als Pullover tragen? Das was die Kinder am meisten faszinierte, war eindeutig der Versuch die Luft herauszubekommen.

Verfasserin: Karin