Online-Tagebuch

Partizipation im Alltag

Das Interesse an alltäglichen Abläufen in der Kita interessiert die Kinder schon von klein auf. Das erste Anzeichen dafür ist das Beobachten der älteren Kinder oder der Betreuer. Danach folgt die Nachahmung. Wir möchten die Kinder stets in unseren Alltag integrieren und ihnen die Möglichkeit bieten, sich im Alltag einzubringen. Das Putzen mit verschiedenen Materialien ist ein wichtiger Bestandteil davon, da die Kinder dies auf der Gruppe oft beobachten können. Wir vermitteln den Kindern ein gutes Gefühl und
fördern somit auch die Integration und die Selbstwirksamkeit der Kinder in der Gruppe.

Hier sehen wir Romy und Lino, welche sich schon früh für das Putzen begeistern konnten. Auch das Ausprobieren und erkunden der verschiedenen Materialien scheint interessant zu sein. Mit verschiedenen Materialien möchten wir ihnen sowie auch allen anderen Kindern die Möglickeit bieten, ihre Bedürfnisse und Interessen aufzugreifen und diese durch Partizipation in den Alltag einfliessen zu lassen.

Verfasserin: Alina

Herunterspringen mit Gleichgewichtskontrolle

Am 25. September wollte ich den Gruppe Rot Kindern eine motorische Herausforderung bieten, da ich bemerkt hatte, dass Klettern, Hüpfen und Herunterspringen gerade in dieser Zeit sehr gerne gemacht wurde. Wetteifern passt zusätzlich in ihre Identitäts-Entwicklungsphase. Daher habe ich auf dem Viadukt drei Kreise unter die Sitzklötze
gemalt, damit diejenigen Kinder, welche Lust hatten, hochklettern konnten und versuchen konnten nach ihren individuellen Fähigkeiten in die Kreise zu hüpfen. Einige konnten schon weit und sicher springen und versuchten daraufhin so weit wie möglich zu kommen, andere testeten noch ihren Mut und ihre Fähigkeiten überhaupt von dieser Höhe
herunterzuhüpfen. Man konnte gut erkennen, welche Entwicklung die Kinder anhand dieser einfachen Aufgabe machen konnten und auch, dass diejenigen Kinder, welche dies bereits gut beherrschten und ohne Probleme das Gleichgewicht halten konnten, die Aufgabe nur ein-zweimal durchführten und danach nicht mehr sehr spannend fanden. Danach machten wir noch einen Weitsprungwettbewerb.

Verfasserin: Karin

Gruppe Rot im Bewegungsraum

Das Thema Bewegung ist momentan auf der Gruppe Rot sehr aktuell. Schon Tage zuvor haben sich die Kinder gewünscht, wieder einmal den Bewegungsraum zu besuchen. So auch heute. Wir haben uns dann entschlossen, mit der Gruppe in den Bewegungsraum zu gehen. Die Freude war gross, als die Kinder das grosse „Fallschirmtuch“, das eher wie ein grosses Trampolin aussieht und an der Decke hängt, sahen. Alle wollten es ausprobieren. Wenn man darin liegt oder sitzt kann man sich schön schaukeln lassen. Natürlich war auch unser „Böllelibad“ ein grosser Hit. Als die Kinder nach dem Zvieri wieder auf der Stammgruppe waren, merkten wir, wie ausgepowert sie waren. Sie malten etwas oder  schauten sich ein Buch an. Wir freuen uns immer, wenn wir auf die Interessen der Kinder eingehen können.

Verfasserin: Isabelle

Aus der Kreativ-Werkstatt

Es ist erstaunlich, was diese einfache Folientechnik mit Farben bewirken kann. Das Interesse der Kinder weckte es sogleich und sie fuhren mit ihren Fingern über die Folie und verstrichen so die Farben darunter. So ergeben sich auch schöne Farbverläufe sowie kreative Muster auf dem Papier. Die Kinder brachten auch ihre eigene Idee in den Prozess mit ein, was ich sehr spannend fand. Sie fingen nämlich an mit Kugeln über die Folie hin und her zu fahren. So hinterliessen sie eine Spur in der Farbe, welche sich von der Kugel bildete. Alle Kinder probierten auch diese Technik aus und waren interessiert und fokussiert bei diesem Experiment dabei.

Verfasserin: Nadin

 

Sinnesparcours

Über eine Beobachtungsauswertung eines Kindes im vorderen Bereich der Kleinkindergarten Gruppen entstand die Idee eine Angebot zu kreieren, welches die Sensumotorik anspricht und den Kindern über verschiedene Materialien Sinneseindrücke vermittelt. Dabei verwendete ich ausschliesslich Naturmaterialien. Der Sinnesparcours bestand aus Erde, Zwiebelschalen, Steinen und einer Korkunterlage.

Mit gespannter Neugier und regem Interesse forschten die Kinder mit ihren nackten Füssen den Eindrücken nach, welche die Naturmaterialen hinterliessen. Es kamen Ausrufe wie „das piekst“,“ es ist warm“ oder „es kitzelt“. Eines der Kinder entdeckte die gefüllten Sandsäcke und baute diese in sein Forschen und Spielen mit ein. Nicht nur über ihre Füsse spürten die Kinder nach, auch die Hände, der Mund und die Hautfläche kamen zum Einsatz, indem sie Eiskugeln nachfühlten.

Verfasserin: Nadina

Die Eisenbahnbrücke-Der Weg ist das Ziel

Teo beginnt auf einer Holzkiste mit dem Bau seiner Brio-Bahn. Da der Platz stark begrenzt ist, kann er schon bald nicht mehr weiterbauen. Er fragt mich, ob ich ihm beim Weiterbauen helfen kann und ich frage ihn, ob er denn eine Brücke rüber auf das Sideboard bauen möchte. Durch Nachfragen, was wir denn machen könnten, damit die Brücke hält, kommt Teo auf die Idee, eine Stütze aus Holzklötzen zu bauen. Statt Teo fertige Lösungen vorzugeben, fordere ich seine eigene Problemlösungsfähigkeit mit Fragen heraus, so dass er letztendlich selber Möglichkeiten findet, die es ihm ermöglichen seine Brücke fertigzustellen.

Verfasser: Ronald

Gemeinsam schaffen wir es!

Olivia und Zoé konstruieren gemeinsam einen hohen Turm. Olivias Ziel ist, dass der Turm so gross wie sie ist. Zwischendurch überprüft sie die Höhe des Turms und baut motiviert weiter, als er noch nicht die gewünschte Höhe erreicht hat. Zoé versucht die einzelnen Elemente ineinander zu stecken. Es klappt nicht so richtig, die einzelnen Elemente wollen nicht aufeinander halten. Zoé hat eine andere Idee wie sie Olivia unterstützen kann. Sie bringt Olivia die einzelnen Elemente und Olivia steckt sie zusammen. Olivia hat herausgefunden, dass nach dem grünen Element ein Violettes oder Blaues folgt und danach wieder ein Grünes. So halten sie aufeinander. Oh, jetzt schwankt der Turm, sofort richtet Olivia ihn wieder. Bald ist es geschafft und der Turm hat die erwünschte Höhe erreicht. Zoé und Olivia befestigen noch die Zahnräder an den Seiten. Beide strahlen als das Werk vollbracht ist.

Oft verstehen sich zwei Kinder ohne Worte, sie können an den Gestiken und der Mimik ablesen, was das Gegenüber möchte. Bei Zoé und Olivia war es genau so, ohne Worte dafür mit viel Spürsinn haben sie Hand in Hand als Team „gearbeitet“.

Verfasserin: Claudia

Soleils Yoga-Lektion

Heute morgen hatte ich die Idee, wieder einmal eine Kinderyoga-Lektion anzubieten. Ich stellte das Angebot im Morgenkreis vor und Felix, Nayra, Benjamin und Paula kamen mit. Für die Kinderyoga-Lektion habe ich leise Musik laufen gelassen, Matratzen auf dem Boden verteilt und so hat die Lektion begonnen. Ich zeigte den teilnehmenden Kindern ein paar Übungen vor, die ich beim letzten ÜK (überbetrieblicher Kurs) gelernt habe. Die Kinder machten die Übungen gerne nach, dies habe ich erkannt, weil sie gekichert haben. Doch mir war wichtig, dass wir die Übungen auch gemeinsam vorzeigen können. So haben auch die Kinder einmal die Führung übernommen und ich machte die Übungen nach. Irgendwann merkte ich, dass die Kinder springen und sich rollen. So wechselte ich das Thema. Wir holten Reifen und Autopneus und legten die Matratzen zusammen. Es entstand ein Bewegungsspiel, bei dem die Kinder durch die Reifen kriechen oder hüpfen konnten. Ich achtete mich, dass sie eine Reihe machen und versuchen geduldig zu sein, dass es möglichst kein Zusammenstoss gibt beim Turnen!

Verfasserin: Soleil

 

Von Beginn an vertraut

Max 5 Monate und Alma 10 Monate sind seit dem August neu auf der Gruppe Blau. Beide sind am Mittwoch auf der Gruppe und so kam es zu einer sehr schönen Begegnung. Max hatte gerade geschlafen und ich legte ihn auf einen seiner Lieblingsplätze gleich beim Spiegel. Alma war dort gerade am Bücher anschauen. Als ich Max hingelegt hatte, hat sie aufgeblickt und ist dann ganz nahe an Max heran gesessen. Er seinerseits hat sie gleich mit seinem Blick fixiert und bald darauf das erste Mal angelächelt. Es folgte ein langer Blickkontakt. Dann hat sich Alma auf seinem Bauch aufgestützt und sich ganz nahe über sein Gesicht gebeugt, Max hat gelächelt. Alma ging dann etwas von Max hinunter und hat seine nackten Füße, die freudig strampelten, untersucht. Dann legte sie sich zuerst neben ihn auf die Matte und kurz darauf auch auf seine Beine und später auf den Bauch. Max fasste sie jeweils am Kopf an und so lagen die beiden mehrere Minuten bevor sie wieder die Position wechselten. Es wirkte sehr vertraut und ruhig. Auch weiterhin genießen diese beiden den Kontakt, wenn sie sich am gemeinsamen Betreuungstag zwischen schlafen und essen einmal treffen. Alma sitzt jeweils sehr nahe an Max und Max betrachtet Alma immer lange und lächelt.

Verfasserin: Bea

Liebe grüsse von den Regenbogen-Gärtnern

In unserem Urbangarten pflanzten wir ja im Juni Tomatensetzlinge, welche wir diesen Sommer mit reichlich Wasser gemeinsam mit den Kindern versorgten, hegten und pflegten. Immer wider durften wir feine Cherry-Tomaten pflücken. Der Sommer geht langsam dem Ende entgegen aber es hat noch viele unreife Tomaten an den Zweigen, welche wir heute ernten wollen. Samy, Lilli, Noam und Louis Luc wollen mir helfen die zweige abzuschneiden und anschliessend im Gang auf einer Blache zu ernten. Die unreifen Tomaten reifen. Im Spätsommer und Herbst tragen viele Tomatenpflanzen noch jede Menge grüne Früchte. Sind die Temperaturen niedrig und scheint die Sonne selten, können die Tomaten draußen nicht mehr ausreifen. Zum Wegwerfen sind die grünen Früchte allerdings zu schade. Die unreifen Tomaten sollten deshalb abgepflückt und zum Nachreifen in die Wohnung geholt werden.

Wissenswertes:

Die grünen Tomaten ganz einfach in Zeitungspapier einwickeln oder in eine Papiertüte legen. So verpackt kommen die Tomaten in einen möglichst warmen Raum, ideal sind 18 bis 20 Grad. Licht brauchen die Tomaten zum Nachreifen nicht. Nach wenigen Tagen sollten die Tomaten sich rot verfärbt haben. Das Nachreifen kann durch einen dazu gelegten Apfel beschleunigt werden. Der Apfel sondert ein Reifegas aus, das den Vorgang unterstützt.

Wir sind sehr gespannt ob dieses Experiment wirklich funktioniert. Den Kindern erkläre ich den Vorgang und für einige Mitarbeiter war diese Vorgehensweise unbekannt. Im Gang halfen dann auch weitere Kinder am Angebot mit und ernteten die unreifen Tomaten. Eine Kartonkiste statteten wir mit Zeitungen aus und breiteten die abgelesenen unreifen Tomaten darauf aus und legten wie beschrieben ein paar Äpfel mit dazu. Jetzt heisst es abwarten und beobachten, wie die Tomaten nachreifen. Die Tomaten werden wir dann, wenn es funktioniert hat, zum Zvieri geniessen.

Verfasserin: Martina