Online-Tagebuch

Kunst für ein junges Publikum

Im Juni besuchten wir mit den Kindern der Gruppe Lila das Blickfelder-Festival beim Museum für Gestaltung. Hauptattraktion für die Kinder war eine riesige bekletterbare Holzinstallation mit dem Namen „Rasen nicht betreten“, welche Schüler und andere interssierte Kinder unter kompetenter Anleitung während zehn Tagen errichtet hatten.
Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, das Bauwerk zu erklimmen und die eingebauten Rutschbahnen herunter zu düsen. Anschliessend beobachteten wir die Fische im Brunnen des Museums, nahmen unser Zvieri im Klingenpark zu uns und spielten noch ein wenig auf dem Spielplatz vor dem angrenzenden Schulhaus.

Verfasser: Ronald

 

Pizza backen mal anders…

Für unser Restaurant basteln wir Pizzas. Der Pizzaboden besteht aus einem runden Karton, danach belegen wir die Pizzas mit Tomatensauce (rotes Papier), Schinken (rosa Papier), Käse (weisse Maispops) und Smartis (farbige Maispops). Jedes Kind hat seine eigene Idee zur Gestaltung seiner Pizza. Paula schneidet sehr viele Teile aus dem rosa Papier. Ganz am Schluss klebt sie es auf den Pizzaboden. Florentine schneidet selbstständig aus dem roten Papier die Tomatensauce aus. Dazu drückt sie den runden Karton und das rote Papier aufeinander. Jetzt schneidet sie das rote Papier aus, nach der Vorlage des Pizzabodens. Sie wirkt dabei ganz vertieft. Jannis, Ava, Rafael und Marie belegen ihre Pizzas mit Maispops und Schinken (rosa Papier). Olivia legt auf ihren Pizzaboden Tomatensosse in dem sie das rote Papier rund ausschneidet. Danach folgen grüne Papierstücke evt. als Oliven. Am Schluss möchten die Kinder ihre Pizzas mit nach Hause nehmen.

Verfasserin: Claudia

 

Besuch beim Zirkus Knie

Wenn der Zirkus Knie jeweils auf dem Sechseläutenplatz gastiert, wird er vom fahrenden Zoo begleitet. Wir haben an diesem Nachmittag Ziegen, Kamele, Pferde, Ponys und Papageien in ihrem Zuhause besucht und erhaschten dabei auch noch einen kleinen Blick hinter die Kulissen. Die Kinder durften sogar in der Manege herumspringen. Zum Abschluss dieses schönen Nachmittages gönnten wir uns noch ein feines Glace, mhhhhhh!

Verfasserin: Nadin

Ein Bikri-Angebot für Marta

Steffi hat mich informiert, dass sie für Marta ein neues Angebot geplant hat, bei dem es ums Telefonieren geht. Ich habe die anderen Gruppen darüber informiert, dass sie nach dem zVieri vielleicht einen Anruf von Marta erhalten und dass sie doch interessierte Kinder ihrer Gruppe mit einbeziehen sollen. Als ich dann Marta fragte, ob sie Lust zu telefonieren hat, war sie gleich dabei. Ich habe sie gefragt ob sie Gruppe Türkis, Gelb oder Grün anrufen will und sie hat gleich gerufen: „Grün!“. „Gut“ habe ich gesagt „sprechen wir mit Nadin“. Ich habe die Nummer gewählt und Marta das Telefon gereicht. Sogleich als sie hörte, dass jemand dran war hat sie mehrmals gerufen: „Hallo Nadin“ und über das ganze Gesicht gestrahlt. Nadin hat sie gefragt, wie es ihr geht und was sie macht, aber Marta hat nur freudig weiter „Hallo Nadin“ gerufen. Die Kinder der Gruppe Grün waren zu schüchtern um mit zu sprechen also haben sich Marta und Nadin noch etwas unterhalten.

Verfasserin: Bea

Soziale Bezüge

Wir pflegen die offene Arbeit. Heute entscheiden sich Ella und Lara für den Bildungsraum „Soziale Bezüge“. Lara möchte Ella frisieren. Sorgfältig büschelt sie Ellas Haare zusammen. Sie streift das Haargummi über ihr Handgelenk und bemüht sich das Haargummi um die Haare zu wickeln und so einen Pferdeschwanz zu machen. Keine leichte Aufgabe. Sie probiert und probiert. Zwischen durch spricht sie mit Ella: „Weisch, Frisur mache“ Sie erklärt, dass es nicht klappt, weil sie kurze Haare hat. Doch Lara bleibt weiter dran. Sorgsam beginnt sie immer wieder von Neuem. Ella bleibt geduldig sitzen und wartet bis Lara ihr Werk beendet hat. Und zu guter letzt geht es dann doch. Stolz zeigt Lara ihr Werk.

Verfasserin: Marie-Christine

Die Trinkbar

Mittlerweile ist die Trinkbar auf jeder Gruppe der Kita Regenbogen anzutreffen. Ich habe damals mit der ersten Trinkbar für die Gruppe Rot begonnen und im Laufe der Zeit, auf Wunsch für die anderen Gruppen auch eine anfertigen dürfen.

Ich habe keine handwerkliche Ausbildung absolviert, jedoch schon als Kind gerne mit Holz und Werkzeug, wie Bohrmaschinen und Schleifpapier gearbeitet. Mein Vater ist Landwirt und hat eine Werkecke für seine handwerklichen Tätigkeiten eingerichtet. Ich habe ihn viel bei seinen Arbeiten beobachtet und später auch selbst Arbeiten wollen. Ich bekam mein eigenes Werkzeug und Platz, um selber Handwerken zu dürfen. Er ist mir damals mit viel Vertrauen begegnet, dafür bin ich ihm noch heute sehr dankbar.

Viele Stunden verbrachte ich mit dem Akkubohrer und experimentierte mit Holz, Schrauben, Feilen und dem Hammer. Diese Tätigkeiten gekoppelt mit meinem Interesse und meinem Vater als Vorbild, lernte ich viel für mein weiteres Leben. Von diesem Wissen mache ich auch heute noch viel Gebrauch. Hier ist das Prinzip „lernen durch das Nachgehen eigener Interessen“ sehr gut erkennbar. Die Wichtigkeit, die Kinder in ihren Interessen zu fördern und ihnen das vertiefte Nachgehen von eigenen Interessen zu ermöglichen, ist mir nach wie vor ein grosses Anliegen in der pädagogischen Arbeit.

Die Trinkbar hat sich in unserem Kita-Alltag etabliert und ist zu einem essentiellen Bestandteil der Gruppen geworden. Alle sind auf Kinderhöhe montiert, um die Selbständigkeit der Kinder zu fördern. Sich selber Wasser einfüllen zu können, begünstigt spielerisch grundlegende motorische Fähigkeiten (Hand – Auge Koordination). Mit der Trinkbar steht jedem Kind zu jeder Tageszeit Wasser zur Verfügung, was wiederum die eigene Wahrnehmung eines Grundbedürfnisses unterstützt und zugleich ermöglicht, diesem Bedürfnis sofort nach zu kommen.

Das Trinkwasser ist nicht nur gesund, wir können ohne ausreichend Flüssigkeit schlicht nicht überleben. Je nach Alter und Geschlecht, macht Wasser zwischen 50-55 Prozent (Frauen), 60-75 Prozent (Männer) und 60-75 Prozent (Kinder) unseres Körpergewichts aus. Das Wasser übernimmt je nach Organ und Ort im Körper ganz unterschiedliche Funktionen und ist in unser Gewebe und unsere Zellen quasi eingebettet. Über unser Blut und die Gewebeflüssigkeiten wird unser Körper mit vielen wichtigen Substanzen versorgt. Dies sind zum einen Nährstoffe, die unser Körper bei der Verdauung der Nahrung entzieht, aber auch vom Körper an verschiedenen Stellen verarbeitete oder selbst hergestellte Stoffe, die über die Blutbahn genau an die Stellen transportiert werden müssen, an denen sie gebraucht werden.

Auf den Bildern sieht man das Entstehen der Trinkbar und Julie, wie sie die Trinkbar im Alltag nutzt. An dieser Stelle ein grosses „Danke“ an meinen Vater für dieses Geschenk und an die Kitaleitung Markus Guhn, dass ich hier eine meiner Interessen, das Arbeiten und Werken mit Holz, auch im Beruf ausleben darf.

Verfasserin: Martina

Yoga-Stunde

In der Kita Regenbogen arbeiten wir mit Bildungsräumen. Jede Gruppe hat einen bestimmten Bildungs-Bereich, auf welchen er den Fokus setzt. Auf der Gruppe Türkis ist das der Bereich Musik und Bewegung. Hier sehen wir Marie-Christine, welche einige Yogaübungen mit den Kindern macht. Die verschiedenen Yoga-Positionen helfen beim „Herunterfahren“ und dienen zur Entspannung. Ausserdem können die Kinder so ihr Körpergefühl wahrnehmen und stärken. Sie fördern ihren Gleichgewichtssinn und ihre Koordination und natürlich macht es auch sehr viel Spass.

In diesem Sinne ,,Oooommmm“.

Verfasserin: Alina

Entwicklung der Inneren Vorstellung

Dadurch, dass sich das Kind an abwesende Gegenstände, Personen oder vergangene Ereignisse erinnern kann, erlernt es eine neue Fähigkeit.

Es kann nun denken ohne gleichzeitig zu handeln.

Das Kind kann sich etwas im Kopf vorstellen und so über Gegenstände und Ereignisse die nicht in seiner Nähe sind, nachdenken. So ist es auch fähig, eine beobachtete Situation später nachzuspielen. Dies ist meist noch ein einfaches Symbolspiel, welches das Kind für sich macht.

Hier auf den Fotos sieht man Ella, Moritz und Constantin. Oft haben wir in den letzten Tagen mit den Kindern durch das Fenster den Bagger vor der Kita beobachtet und genau geschaut was er macht. Beim Spazieren sind wir an der Baustelle vorbeigelaufen und die Kinder haben fasziniert zugeschaut, was die Bauarbeiter alles tun.

Nun haben wir selbst kleine Bagger und Fahrzeuge auf die Josefswiese mitgenommen und die Kinder haben gleich angefangen den Sand aufzuladen, abzutransportieren und umzufüllen, wie sie es zuvor auf der Baustelle gesehen haben.

Verfasserin: Stefanie

Raumgestaltung

Ich habe beobachtet, dass die Kinder im Bildungsraum „Soziale- Bezüge“ das Interesse am Thema „Spital“ verloren haben und es Zeit ist, den Raum umzugestalten. Ein neues spannendes und herausforderndes Raumthema brauchen wir!

Zusammen mit den Kindern besprechen wir, was die Kinder für ein neues Thema im Bildungsraum „Soziale- Bezüge“ möchten. Viele verschiedene Ideen bringen die Kinder ein.

Nach mehreren Kindersitzungen und zahlreichen Beobachtungen im Alltag, haben Soleil und ich uns entschieden, ein Restaurant auf dem Podest einzurichten.

Unter dem Podest möchten wir mit einem Zelt einen Rückzugsort für die Kinder gestalten.

Das Restaurant ist noch nicht vollständig eingerichtet, damit die Kinder immer wieder ihre Wünsche und Ideen einbringen können. Dadurch entwickelt sich das neue Thema „Restaurant“ immer weiter.

 

Der Raum als „dritter Erzieher“, was bedeutet das?

Der „erste Erzieher“ = das Kind selber

Der „zweite Erzieher“ = das soziale Umfeld, die anderen Kinder in der Kita, die Familie und die Erwachsenen

Der „dritte Erzieher“ = Räume übernehmen verschiedene pädagogische Aufgaben:

·      Atmosphären des Wohlbefindens und der Geborgenheit

·      Vermitteln von Inputs zum Entdecken, Forschen, Herstellen und Gestalten

 

Im Mittelpunkt für die Raumgestaltung steht die Eigenaktivität und somit die Selbstbildung der Kinder. Kinder sind aktive Protagonisten ihres Wachstums- und Entwicklungsprozesses. Sie haben Interesse an Beziehungen, am Aufbau ihres eigenen Lernens und mit allem, was die Umgebung ihnen bietet.

Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollen die Umgebung dem Kind anpassen.

Verfasserin: Claudia

Bunte Bänder

Im Rahmen unseres regelmässig wiederkehrenden Projektes, gestalten wir auch für die Kinder unter 18 Monaten Angebote. In den letzten zwei Wochen fand auf der Gruppe Grün das Säuglingsprojekt unter dem Motto „Maibaum“ statt.

Um den Kindern einmal aus einer anderen Perspektive etwas anzubieten, hingen Ballone und Reifen mit farbigen Bändern im Raum. Diese verschiedenen Materialien in der hängenden Position, gaben dem ganzen eine mehrdimensionale Ebene. Somit wurde der visuelle und taktile Sinn angeregt.

Kinder dieses Alters erkunden immer mehr auch die weitere Umgebung und lernen dabei ihre eigenen Sinne kennen. Neben dem oralen und manuellen Erkunden, tritt nun mehr auch das visuelle Erkunden in den Vordergrund. Erst ab ungefähr dem achten Monat ist der Sehsinn voll entwickelt. Neugeborene nehmen alles verschwommen wahr und können nur das scharf sehen, was nicht weiter als 20 bis 25 Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt ist. In den ersten Wochen können Babys hell und dunkel unterscheiden und wenden sich automatisch dem Licht zu.

Verfasserin: Nadin