Online Diary

Ich ziehe mich selbstständig an

Auf Gruppe Grün beschäftigen sich die Kinder gerne mit Kleider und Schuhen. Unser Schuhgestell im Raum nutzen die Kinder, um Schuhe auszuräumen, reinzuschlüpfen und verschiedene Arten von Schuhen auzuprobieren z.b Klettverschluss oder Schnürsenkel. Matea (17 Monate) zieht ihre Schuhe gern schon am frühen Abend an oder auch Schuhe von anderen Kinder, um den Umgang zu lernen und sich die Frage zu stellen: Wie bekomme ich den Schuh an meinen Fuss? Ich (Matea) probiere meine eigenen Methoden aus und möchte dabei nicht gestört werden. Remi (27 Monate) entscheidet sich für den Pullover und versucht ihn anzuziehen, dabei wird er von uns verbal begleitet, motiviert und gelobt.

Verfasserin: Carmen

 

Besuch im Wald

Zwischen dem noch trockenen Laub entfaltet sich eine Schlüsselblume. Alma hat sie entdeckt, und gemeinsam bestaunen wir diese zarte Frühlingsblume – eine der ersten Frühlingsbotinnen. Rund um den Hönggerberg zeigen die gelben Blüten, dass der Winter langsam weicht und neues Leben beginnt.

Doch nicht nur am Waldboden wird der Frühling sichtbar. Auch im Teich erwacht die Natur: Auf den ersten Blick wirkt die Wasseroberfläche ruhig und unscheinbar, bedeckt von Algen und Pflanzen. Erst beim genaueren Hinsehen erkennt man zwei Frösche, deren Köpfe kaum aus dem Wasser ragen. Perfekt getarnt verschmelzen sie mit ihrer Umgebung – nur ihre Augen verraten ihre Anwesenheit.

Diese Frösche, vermutlich Grasfrösche, haben gerade erst ihren Winterschlaf hinter sich. Im Winter lagen sie wahrscheinlich im Teichschlamm oder unter Wasserpflanzen in Winterstarre, um die kalten Monate zu überstehen. Jetzt, bei den ersten warmen Frühlingstagen, „wachen“ sie wieder auf, werden aktiv und bereiten sich auf die Laichzeit vor.

Mithilfe der Kamera und des Zooms lassen sich diese sonst fast unsichtbaren Tiere entdecken. Solche Momente zeigen besonders eindrücklich, wie leise und gleichzeitig kraftvoll der Frühling Einzug hält – verborgen, aber voller Leben.

Verfasserin: Martina

Ein Angebot aus einer Beobachtung für Mats

Bei einer Beobachtung von Mats wurde im kollegialen Fachaustausch deutlich, dass für ihn insbesondere das Einbringen eigener Ideen sowie das Herstellen eines gemeinsamen Aufmerksamkeitsfokus mit seinen Freundinnen und Freunden von zentraler Bedeutung ist.

Um dieses Thema aufzugreifen und weiterzuentwickeln, wurde folgendes pädagogisches Angebot geplant:

·       Mats erhält die Möglichkeit, seine Ideen bei der Auswahl des Ortes für das gemeinsame Spielen im Freien einzubringen.

·       Anschließend stellt er den anderen Kindern seinen ausgewählten Ort vor und erklärt seine Entscheidung.

Am gewählten Spielort im Außenbereich wird ein Foto aufgenommen. Aus diesen Bildern wird gemeinsam mit Mats eine Collage erstellt, die seine Ideen und Beteiligung sichtbar macht.

Durch dieses Angebot wird Mats in seiner Selbstwirksamkeit gestärkt, seine Partizipation gefördert und die gemeinsame Aufmerksamkeit innerhalb der Kindergruppe unterstützt.

Verfasserin: Claudia

Menuplan KW11/2026

Kunterbunte Fasnachstwoche

Diese Woche war die ganze Kita Regenbogen in bunte Farben getaucht! Ob farbenfrohe Dekorationen, tolle Kostüme oder die wunderbare Schminke. In der Gruppe Grün hatten die Kinder die Gelegenheit, sich selbst zu schminken. Dabei konnten sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und mit verschiedenen Schminkmaterialien (Schminkstifte, Pinsel, Paletten, etc.) experimentieren. Sie erzählten begeistert von ihren Ideen, was sie auf ihr Gesicht malen wollten, und erfanden sogar kleine Geschichten dazu, weshalb sie sich für diese Motive entschieden hatten. Am Mittwoch und Freitag fand das Highlight-Angebot statt. An dem Tag wurden die Kinder vom Personal aus der Gruppe Grün geschminkt. Dabei gab es keine Vorlagen oder Beispiele, sondern nur die reine Kreativität der Kinder!

Verfasserin: Thusha (2. Lehrjahr)

Die Welt voller Wörter

Singkreis, Kategorie-Haus, Wörterkarten, Geschichten erzählen und Meinungen äussern, dies alles waren Teil meiner Angebote, die ich im Laufe von einem Monat mit den Kindern umgesetzt habe. Dabei war mein Hauptziel, dass die Kinder, die an dem Angebot teilnahmen, neue Wörter kennenlernen und sich damit ihr Wortschatz erweitert. Die Kinder sangen, teilten anderen Kindern mit, welche Wörter sie schon kannten, äusserten ihre Fragen und lernten voneinander. Durch die längere Zeitspanne lernten nicht nur die Kinder neue Erfahrungen und Wörter, sondern auch die Mitarbeiter*innen. Das Projekt endete zwar nach einem Monat, aber das Interesse der Kinder noch lange nicht!

Verfasserin: Thusha (2. Lehrjahr)

Menuplan KW10/2026

Wir bringen die Kugeln ins Rollen

Die Stadionbrache – ein offener Ort mit viel Grünraum, Biodiversität und für gemeinsames Tun. Die Grünfläche auf dem Areal des ehemaligen Hardturmstadions ist für uns als Kita ein kleines Paradies mitten in der belebten Stadt. Versteckt zwischen den Bäumen steht das Baumhaus, welches die Kinder der Gruppe Lila anlockt. Um das Baumhaus herum schlängeln sich zwei Kugelbahnen aus Holz. Durch einen Flaschenzug haben die Kinder die Möglichkeit, die Kugeln vom Ende der Kugelbahn wieder ins Baumhaus hoch zu transportieren. Gemeinsam gehen Hugo, Leon, Lily und Victor ans Werk. Hugo und Leon haben den Posten am Flaschenzug eingenommen. Ein paar andere Kinder sammeln die Golfbälle aus dem Auffangbecken auf und geben sie in den Korb. Victor hat eine Schubkarre entdeckt und transportiert damit die Bälle umher. Jeder hat seine Aufgabe gefunden und geht ihr engagiert nach. Die Kinder verfolgen dabei ein Ziel; wir bringen die Kugeln ins Rollen. Von sich aus tauchte die Kindergruppe in ein Kooperationsspiel ein. Jedes Kind trug seinen Teil dazu bei, dass sie ihr gemeinsames Ziel verfolgen konnten. Sie kommunizierten miteinander, trugen ab und zu auch einen Konflikt aus und suchten zusammen und mit unserer Unterstützung nach Lösungen.

Verfasserin: Corina

 

Pcknick drinnen

Heute hat die Gruppe Orange ausnahmsweise das Zvieri im eigenen Gruppenraum gegessen. Normalerweise essen wir gemeinsam im Ernährungsbereich, aber da alle anderen Gruppen draussen waren, wollten wir das Zvieri etwas spezieller gestalten und haben ein kleines Picknick auf der Gruppe gemacht. Die Kinder hatten sichtlich Freude an dieser Abwechslung. Während des Essens sind viele Interessante Gespräche entstanden und das Essen hat allen geschmeckt.

Verfasserin: Tanja

Die Zone der nächsten Entwicklung

Noé zeigte während einer Beobachtung Interesse an Bewegung durch vorsichtiges Hüpfen auf Mätteli-Häufchen. An den ausgefallenen und herausfordernden Parcours, welche sonst im Gang für die älteren Kinder gebaut werden, nahm er jedoch noch nicht teil. So baute ich einen kleinen Rundlauf im Lichterzimmer, bei welchem er Klettern, Herunterhüpfen, Purzeln, Balancieren und Rutschen auf seinem Niveau vertiefen konnte. Lou, die sich manchmal nicht traute, solche Parcours selbst zu meistern, hatte auch grossen Spass sich darauf einzulassen und an ihre Grenzen zu gehen. Vielfältig kletterte sie über die Hindernisse. Als ältere Kinder dazu kamen, wollten sie den Parcour umgestalten. Er sollte v.a. herausfordernder werden, da er ihnen rasch zu langweilig war.  So musste ich sie bremsen und die Regel aufstellen, dass nur Noé heute den Parcour umbauen dürfe, damit dieser nicht über sein Lernfeld hinaus verändert würde. Die Kinder welche motorisch schon weiter waren, zeigten neue ausgefallene Ideen über die Elemente zu kommen bspw. rücklings mit den Beinen in die Luft gestreckt von der flachen niederen Rutsche zu gleiten. Auch Plüschtiere durften rutschen. Diese Ideen wurden von Noé, Lou und später auch Aeneas freudig in ihr eigenes Spiel integriert. Als Noé begann den Parcour umzugestalten und eine Brücke baute, veränderten sich wiederum die Spielweisen und Herausforderungen, blieben aber weiterhin auf einer für ihn passenden Stufe der nächsten Entwicklung.

Die „Zone der nächsten Entwicklung“ (ZNE) nach Lew Wygotski beschreibt den optimalen Lernbereich zwischen dem, was ein Kind bereits selbstständig kann, und dem, was es mit Unterstützung erreichen kann. Es ist die Phase, in der Reifeprozesse aktiv gefördert werden, um zukünftige Selbstständigkeit zu ermöglichen.

Verfasserin: Karin