Online Diary

Klettern, rutschen und balancieren

Am 14. Januar habe ich ein Bewegungsangebot für die Gruppe Blau durchgeführt. Dafür habe ich verschiedene Elemente aus dem Bewegungsraum genutzt und die Umgebung so gestaltet, dass die Kinder sich sicher bewegen und ihre motorische Entwicklung gefördert werden konnte. Es gab ein Klettergerüst, eine Rutschbahn und Stapelsteine. Die Kinder konnten klettern, rutschen und balancieren. Später habe ich das Klettergerüst mit einer Decke zu einem Tunnel gemacht. Die Kinder sind mit viel Freude hindurch gekrabbelt und haben gemeinsam in Verstecken gespielt.

Verfasserin: Kateryna (1. Lehrjahr)

Gemeinsames lesen

An einem wunderbaren Dienstagmorgen äußerte Kiran den Wunsch, dass ihm ein Buch vorgelesen wird. Er wählte selbstständig das Buch „Pollys Piratenparty” aus. Während des Vorlesens setzten sich nach und nach weitere Kinder dazu und hörten aufmerksam der Geschichte zu. Gemeinsam betrachteten wir die Bilder, benannten Gegenstände und sprachen über die Handlung. Die Kinder stellten Fragen, kommentierten das Geschehen und erweiterten dabei spielerisch ihren Wortschatz. Nach dem ersten Durchlesen äußerten sie den Wunsch, die Geschichte noch einmal zu hören. Ich griff diesen Impuls auf und schlug vor, gemeinsam ein weiteres Buch auszuwählen. Die Kinder waren sofort interessiert und beteiligten sich aktiv an der Auswahl. Auch beim Betrachten des neuen Buches tauschten wir uns über Bilder, Figuren und Inhalte aus. Durch das gemeinsame Vorlesen, Zuhören und Sprechen wurde die sprachliche Entwicklung der Kinder gezielt gefördert insbesondere Wortschatz, Satzbildung und Freude an Sprache.

Verfasserin: Ylenia (2. Lehrjahr)

Eine Lernerfahrung

Sienna, 14 Monate, zeigt Ausdauer und Willen. Stolz präsentiert sie ihren sicheren Stand, dann beugt sie sich nach vorne, um aus der Kiste einen oder mehrere Bälle zu berühren oder in die Hand zu bekommen. Kurz ist sie erschrocken, weil sie ihr Gleichgewicht verlor, dann hat sie aber gemerkt, dass sie ihren Körper kontrollieren kann und somit auch die Erfahrung gemacht, was passiert wenn…

Verfasserin: Carmen

«Was kann man denn mit diesen Röhrchen machen?»

Dies fragten mich die Kinder, als sie die Röhrchen (Strohhalme) im Kreativbereich das erste Mal entdeckten. Ich sagte: «Man könnte sie klein schneiden und auf ein Blatt kleben oder man könnte die kleinen Stückchen auf eine Schurr auffädeln als Kette oder wir könnten Pustebilder gestalten» Da die Kinder nicht ganz verstanden haben, was Pustebilder sind, habe ich dies gleich als Angebot am Nachmittag im Zeitfenster der offenen Arbeit angeboten. Einige der Kinder, welche mich nach den Röhrchen gefragt haben, nahmen am Angebot teil. Die Kinder tupften mit dem Pinsel ziemlich flüssige Wasserfarbe auf ihre Blätter und pusteten die Farbe mit dem Röhrchen übers Blatt. Es entstanden wilde Formen und Figuren, bei denen die einen Kinder sagten: «Oh das sieht wie ein Monster aus oder eine Giraffe oder eine Sonne etc.»

Verfasserin: Corina

 

Das Interesse der Kinder aufnehmen und daraus ein lehrreiches Angebot gestalten

Als die Kinder von ihren Weihnachtsferien erzählten, berichteten einige von ihren Erlebnissen beim Skifahren. Um das in der Skischule gelernte Wissen mit den anderen Kindern zu teilen, plante ich ein Angebot zum Thema Skifahren und Schlittschuhfahren. Die Kinder konnten sich auf einem gestalteten «Weg» vom Bildungsraum Soziale Bezüge bis zum Schlafzimmer mit Skiern, Skistöcken, Skihelm, Skibrille oder Schlittschuhen fortbewegen. Durch dieses Angebot hatten die Kinder die Möglichkeit, voneinander zu lernen und ihre Erlebnisse aus den Skiferien im Rollenspiel nochmals aufzugreifen und nachzuspielen.

Verfasserin: Claudia

 

Bobbycar-Angebot

Ich habe gemerkt, dass die Kinder gerne mit Bobbycars und Wägeli spielen, deswegen habe ich mich dazu entschieden, den Kindern ein Bewegungsanbgebot im Innenhof anzubieten. Ich habe mit Pylonen Tore gebildet, damit die Kinder mit den Bobbycars durchfahren und sich bewegen können. Vor allem Auro hatte an dem Angebot viel Spass und ist hindurch gefahren. Durch das Angebot konnten die Kinder spielerisch ihre motorischen Fähigkeiten üben und erweitern und Zeit an der frischen Luft verbringen.

Verfasserin: Sophia (1. Lehrjahr)

Augen zu – Sinne an!

Im Rahmen unseres Adventskalenders fand heute ein besonderes Angebot statt, bei dem die Kinder verschiedene Lebensmittel blind erraten durften. Diese Aktion erforderte viel Vertrauen und Mut, da die Kinder im Vorfeld nicht wussten, welches Lebensmittel sie probieren würden. Kira, Hugo, Luisa, Alma, Kiran; Keno, Kaja, Kalle, Helen und Luca liesen sich auf das Sinnesspiel ein.

Die Teilnahme war freiwillig: Die Kinder konnten aktiv mitmachen oder zunächst nur zuschauen. Dadurch hatten sie die Möglichkeit, den Ablauf zu beobachten, sich ein eigenes Bild zu machen und gegebenenfalls Mut bei den anderen Kindern zu schöpfen.

Das Kind, das an der Reihe war, erhielt eine Augenbinde. Ein anderes Kind oder ich selbst gab anschließend ein Lebensmittel in den Mund. Danach durfte das Kind erraten, um welches Lebensmittel es sich handelte. Bei Bedarf unterstützten wir den Erratungsprozess mit kleinen Hinweisen.

Ich war sehr erfreut über den Mut und das große Vertrauen der Kinder – auch jener aus den anderen Gruppen. Mit viel Freude erkundeten sie die Lebensmittel mithilfe ihrer Sinne, fühlten und schmeckten bewusst und tauschten sich anschließend darüber aus.

Im Mittelpunkt der Aktion stand die sinnliche Wahrnehmung. Durch das Blinderraten konnten die Kinder ihren Geschmacks- und Geruchssinn intensiv einsetzen. Gleichzeitig wurden Konzentration sowie genaues Wahrnehmen gefördert.

Ein besonderer Schwerpunkt lag zudem auf den Themen Vertrauen und Mut. Die Kinder ließen sich auf etwas Unbekanntes ein und vertrauten dabei sowohl der begleitenden Person als auch der Gruppe. Die Selbstbestimmung der Kinder wurde respektiert, da jedes Kind selbst entscheiden durfte, ob und wann es teilnehmen möchte.

Durch das Beobachten der anderen Kinder konnten insbesondere zurückhaltendere Kinder Sicherheit gewinnen und schrittweise Vertrauen aufbauen. Die gegenseitige Unterstützung stärkte das soziale Miteinander und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gruppe.

Insgesamt bereitete die Aktivität den Kindern große Freude und förderte auf spielerische Weise ihre Neugier, Selbstsicherheit sowie ihre Erfahrungen im Bereich Ernährung.

Verfasserin: Martina

 

Farbenprojekt auf der Gruppe Blau

Im gesamten November habe ich mit den Kindern der Gruppe Blau ein Farbenprojekt durchgeführt. Mein Ziel war es mit den Kindern auf spielerische Art Farben zu lernen. Sodass einige sie am Schluss benennen uns zuordnen konnten. Das Angebot fand 2-mal die Woche statt und deswegen nahmen die meisten Kinder mehrmals teil. Die Kinder, die am meisten teilnahmen, waren Lily, Lio, Dana und Carlo. Wenige Male haben Colin, Nils und Nuria mitgemacht. Wir haben hauptsächlich die Grundfarben angeschaut, mithilfe eines Buches und Kärtchen. Die verschiedenen Kärtchen zeigten jeweils die Farbe, ein Tier in der Farbe und eine Frucht in der Farbe. So habe ich die Kinder gefragt, was dies ist, und habe die Begriffe vorgesprochen und die Kinder haben sie probiert zu repetieren. Ebenfalls haben wir Duplo-Klötze der Farbe nach geordnet. Zum Beispiel habe ich die Farbe Blau als Klotz hochgeheben und sie sollten diesen zu den anderen gleichfarbigen Klötzen hinlegen.

Mit diesem Projekt wurde die Sprache mit interaktiven Angeboten gefördert. Zu Beginn des Projekts waren die Kinder manchmal abgelenkt oder nicht lange bei der Sache, aber mit der Zeit zeigten sie aus meiner Sicht hohes Interesse und Freude neues dazuzulernen. Manchmal sassen alle Kinder 20 Minuten bei mir und machten mit mir das Angebot. Die Konzentration und Durchhaltevermögen der Kinder hat mich erfreut und auch erstaunt.

Im jungen Alter beginnen Kinder, Farben bewusst wahrzunehmen und zu benennen. Beim Spielen mit bunten Gegenständen entwickeln sie wichtige kognitive Fähigkeiten, indem sie lernen, Farben zu unterscheiden, zu vergleichen und Kategorien zu bilden. Diese frühen Erfahrungen fördern die Wahrnehmungsentwicklung, besonders die visuelle Wahrnehmung, da Kinder zunehmend feine Unterschiede in Farbtönen erkennen. Durch das ständige Wiederholen und Benennen der Farben erweitern Kinder ihren Wortschatz und stärken ihre sprachliche Entwicklung. Sie verbinden sprachliche Begriffe mit visuellen Eindrücken, was das Verständnis von Symbolen und Bedeutungen unterstützt. Beim Sortieren von Bauklötzen trainieren Kinder ihre Problemlösefähigkeiten sowie ihre kognitive Flexibilität, da sie lernen, Regeln anzuwenden und umzudenken. Gleichzeitig wird die Feinmotorik gefördert, wenn sie die Objekte greifen, drehen und korrekt zuordnen. Farbenlernen unterstützt auch die sozial-emotionale Entwicklung. Kinder erleben Erfolg, wenn sie eine Farbe richtig benennen, und stärken ihr Selbstvertrauen. In Interaktionen mit Erwachsenen und anderen Kindern üben sie zudem Kommunikation und gemeinsames Aufmerksamkeitsteilen, ein wichtiger Baustein für soziale Entwicklung.

Verfasserin: Moira (2. Lehrjahr)

Drehen, drehen, drehen…

Ob um die eigene Achse oder um eine Säule herum: Bei Lilly, Auro und Julius wird sich gedreht. Um die eigene Achse: Die Kinder stehen im Raum und beginnen sich zu drehen. Automatisch strecken sie dabei die Arme aus. Manchmal geschieht das aus dem Nichts heraus, manchmal läuft Musik und die Kinder nennen es Tanzen. Meistens drehen sich die Kinder bis ihnen schwindlig wird und sie auf den Boden plumpsen. Sobald es ihnen möglich ist, stehen sie wieder auf und drehen sich weiter. Um etwas herum: Die Säule in unserem Schlafzimmer ist wie dafür gemacht: die Kinder rennen seit Jahren um die Säule herum. So auch Lilly, Auro und Julius. Wenn wir das Schlafzimmer zum Gumpizimmer umwandeln, bewegen sich die Kinder kurz im gesamten Raum und bald wird nur noch um die Säule herumgerannt. Es muss aber nicht immer die Säule sein. Auch andere Gegenstände auf dem Boden können für die Kinder eine Mitte darstellen wo sie rund herumrennen können.

Spielschema: Rotation
Es gibt unterschiedliche Spielschemata wie zum Beispiel werfen, transportieren, verbinden. Eines davon ist das Spielschema Rotation. Schemata sind Verhaltensmuster und innerhalb der Spielschemata können die Kinder viel erforschen und lernen. Das Spielschema Rotation beinhaltet nicht nur die Grobmotorik. Es zeigt sich ebenfalls, wenn sich Kinder mit mechanischem Drehen beschäftigen und überall wo sie Kreise und Kurven erkunden. Beispielsweise das Rad eines Spielzeugautos, Windräder, Schnur abwickeln, usw. Auch wenn es von aussen nur wie Spielen aussieht, lernen die Kinder dabei verschiedenstes. Beim Spielschema Rotation erforschen die Kinder Ursache-Wirkung und wie sich Dinge bewegen. In meiner Beobachtung und Beschreibung von diesen Kindern steht die Grobmotorik im Vordergrund. Sie erkunden das Gefühl vom Schwindel und wie der Körper darauf reagiert. Wenn die Kinder in der Zukunft das Spielschema der Rotation verfolgen, können sie noch ganz andere Bereiche erkunden:

-Beeinflussung Objekte durch Kraft und Bewegung
-Verbesserung der visuellen Wahrnehmung
-Fähigkeit zu Beobachten und Vorhersagen
-Räumliches Bewusstsein
-Und vieles mehr

Verfasserin: Alexandra

Adventsbasteln auf Gruppe Grün

In der BOA= Bereichsübergreifenden offenen Arbeit durften die Kinder, die Lust hatten, Tannenbäume aus Papier verzieren und bemalen. Am Angebot nahmen einige Kinder von Gruppe Gelb teil, sie wurden unterstützt und begleitet von Sophia. Bei diesem Angebot wird das Gemeinschaftsgefühl und die Feinmotorik gefördert und die Kinder lernen durch ihre eigenen Erfahrungen.

Verfasserin: Carmen